
Die Fahrradmarke Patria steht für hochwertige Fahrräder eines traditionellen deutschen Fahrradunternehmens. Patria hat eine lange Geschichte in der Herstellung von Fahrrädern, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Fahrräder des Unternehmens sind für ihre Qualität und Langlebigkeit bekannt. Patria ist eines der wenigen verbliebenen Unternehmen, das noch Fahrräder mit eigener Rahmenproduktion herstellt. Die Fahrräder des Unternehmens sind in einer breiten Preisspanne erhältlich, wodurch sie vielen zugänglich sind.
Die Firmen Gebr. Weyersberg und die Firma W. R. Kirschbaum schlossen sich zusammen und bildeten die Weyersberg, Kirschbaum & Cie., kurz WKC. WKC hatte den Firmensitz in der Stadt Solingen, die auch heute noch unter Klingenstadt Solingen bekannt ist, da dort bis heute traditionell hochwertige Messer hergestellt werden.
Bei der Gründung wurden bei WKC ausschließlich Waffen hergestellt, wobei der Fokus auf Bajonetten lag. Die Belegschaft des Unternehmens wuchs stetig an, sodass 1893 bereits etwa 630 Mitarbeiter im Unternehmen tätig waren.
In der Mitte der 1890er-Jahre wurde die Produktion um einige Fahrradteile erweitert. Jetzt wurden auch Naben, Pedale, Ketten und Kurbelantriebe hergestellt. Hieraus folgte dann im Jahre 1898 das erste komplette Fahrrad, welches unter dem Markennamen Patria auf den Markt gebracht wurde. Der Begriff Patria kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt Vaterland.
Ab dem Jahr 1897 gab es eine Krise der Fahrradindustrie. WKC war flexibel genug, um die Produktion auf Macheten, Äxte und Haarschneidemaschinen umzustellen. Um 1900 stellte das Unternehmen sogar einige Automobile mit Einzylindermotor her.
Nachdem die Krise in der Fahrradindustrie überwunden war, produzierte WKC jährlich bis zu 35.000 Fahrräder in den 1910er-Jahren.
Nach dem 1. Weltkrieg stieg die jährliche Fahrrad-Produktion bei WKC auf rund 100.00 Stück an, womit WKC mit zu den zehn größten Fahrradfabriken Deutschlands gehörte und rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigte.
In der Weltwirtschaftskrise ging der Mutterkonzern, zu dem WKC seit 1922 gehört, im Jahr 1929 in Konkurs. Im Zuge des Konkurses wurden Abteilungen ausgegliedert und es entstanden wieder eigenständige Firmen. Unter anderem wurde die Produktion von Waffen, Haarschneidemaschinen und Fahrrädern bei WKC fortgeführt.
Zwischen 1933 und 1945 war WKC einer der wichtigsten Lieferanten von Säbeln für die Wehrmacht. Durch das Bombardement auf Solingen wurden auch die Gebäude von WKC fast vollständig zerstört.
In den Jahren 1948 bis 1951 unterstützt Patria WKC sogar ein eigenes Radsportteam. 1953 stellte WKC die Produktion von Fahrrädern, Mopeds und kleineren Motorrädern ein. Die Waffensparte produziert noch bis heute hochwertige Blankwaffen.
Im Jahr 1971 wurde der Markenname Patria von der Fahrradmanufaktur Ernst Kleinebenne übernommen und die Tradition im Fahrradbau fortgesetzt. Die Fahrradmanufaktur Ernst Kleinebenne, heute Kleinebenne GmbH, hat ihren Firmensitz in Leopoldshöhe bei Bielefeld, was bereits im letzten Jahrhundert eine Hochburg im Fahrradbau war. Einige sehr bekannte Marken hatten dort ihren Firmensitz und exportierten weltweit.
Die Fahrradmanufaktur Ernst Kleinebenne wurde vom Großvater des heutigen Geschäftsführers Jochen Kleinebenne im Jahr 1950 gegründet. Ernst Kleinebenne war in den 1930er-Jahren Werkmeister beim Bielefelder Fahrradhersteller Dürrkopp. Hier wurden die damals bekannten Dürrkopp- und auch die damals sehr bekannten Adler-Fahrräder gebaut. In seinem Unternehmen hat er anfangs Rahmen für andere Hersteller produziert. Aus seiner bisherigen Berufserfahrung beherrschte er sein Handwerk.
1971 wurde dann die Marke Patria übernommen. Seit 1971 bis heute befindet sich der Produktionsstandort für die Patria-Fahrräder in Leopoldshöhe. Wenn man an Stahlrahmen denkt, denken viele erst einmal an ein hohes Gewicht. Hochwertige Stahlrahmen sind allerdings leicht und trotzdem sehr stabil und langlebig. Die Rahmen der Patria-Fahrräder bestehen aus hochwertigem, dünnwandigem Chrom-Molybdän-Stahl und mehrfach konifizierten Columbus-Rohren. Die Rahmen sind gemufft und werden hartgelötet. Danach werden die Rahmen pulverbeschichtet. Die Patria-Rahmen sind made in Germany und haben eine 15-Jahre-Garantie.
Patria bietet eine Vielzahl von Fahrrad-Modellen an. Die Modellpalette umfasst Stadträder, Trekkingräder, Reiseräder und E-Bikes. Die Stadträder und Trekkingräder sind eher die gemütlichen Cruiser für den Ausflug. Mit dem Allrounder fühlt man sich auf der Straße, aber auch abseits der Straße zu Hause. Die Reiseräder sind als echte Lastesel konzipiert.
Jedes Rad kann individuell gestaltet werden. Bei den Modellen hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Schaltungen, Antriebsarten wie Kette oder Riemenantrieb, Bremsen und den verschiedenen Anbauteilen, Laufrädern und Zubehör. Die gewünschte Farbe kann aus einer breiten Palette von Standardfarben gewählt werden, wobei auch die Wahl einer beliebigen RAL-Farbe möglich ist.
Der Rahmen wird nach Bestelleingang in der gewünschten Rahmenart und Rahmengröße gefertigt. Außer den Standard-Rahmengrößen besteht auch die Möglichkeit, den Rahmen als Maßanfertigung erstellen zu lassen.
Bei der Rahmenfertigung wird berücksichtigt, welche Komponenten am Rahmen befestigt werden sollen. Es werden die Anlötteile für die gewünschten Komponenten direkt beim Rahmenbau berücksichtigt und nicht benötigte Anlötteile weggelassen. Nachdem der Rahmen gelötet wurde, wird er in der gewünschten Farbe lackiert. Zur Lackierung wird eine Pulverbeschichtung verwendet. Danach gelangt der fertige Rahmen in die Montage. Hier wird dann das komplette Fahrrad mit der bestellten Ausstattung aus den ausgewählten Teilen aufgebaut.
Das so gefertigte Rad wird an den Patria-Fachhändler geliefert, der es dann aus der Verpackung nimmt und fahrbereit macht, um es dem Kunden zu übergeben.
Die Fertigung der Patria-Fahrräder erfolgt bei der Kleinebenne GmbH, einem Familienunternehmen in Leopoldshöhe bei Bielefeld. Das 1950 gegründete Unternehmen besteht bereits über mehrere Generationen. Der Schwerpunkt liegt im Rahmenbau, der als Basis für die Fahrradproduktion dient. Die Rahmen für Patria Fahrräder werden in Leopoldshöhe gebaut. Bei einigen Komponenten des Rahmens werden Eigenentwicklungen eingesetzt. Zum Beispiel ist das verstellbare Ausfallende, das zur Anpassung der Ketten- oder Riemenspannung benötigt wird, eine patentierte Eigenentwicklung. Aber auch die Aufnahme für das Pinion Tretlagergetriebe oder die Aufnahme für den Shimano Steps E-Bike-Antrieb sind Entwicklungen für den eigenen Rahmenbau.
Somit erfolgen Rahmenbau, Fahrradmontage und die Entwicklung in Leopoldshöhe. Die Rohre für die Rahmen kommen aus Deutschland und Italien. Kurze Transportwege sparen Ressourcen.
Die Modellpalette der Patria-Fahrräder sind in verschiedene Kategorien eingeteilt: Genuss, Allround, Reise, Sport und E-Bike.
Für entspanntes Fahren beim Einkaufsbummel in die Stadt oder einem Ausflug ins Grüne.
Das Delta ist ein stabiles Fahrrad mit tieferem Einstieg, erhältlich mit 26″ oder 28″ Laufrädern.
Das Dublin ist ein 28″ Fahrrad, was für die Stadt oder eine gemütliche Landpartie ausgelegt ist. Die Rahmengeometrie sorgt für eine aufrechte Sitzposition wie beim klassischen Hollandrad.
Das Roadster ist ein 28″ Flitzer. Vom Rahmen erinnert es an ein Rennrad, jedoch mit flachem Lenker. Es ist ein Flitzer für den Asphalt.
Fahrspaß im Alltag. Ideal für die Wochenendtour, aber auch für den Weg zum Einkauf oder zur Arbeit.
Das Helios ist ein leichtes 28″ Fahrrad für Fahrten auf festen Wegen und Asphalt.
Das Petite ist ein 26″ Fahrrad mit einer Geometrie speziell für kleine Menschen.
Das Potsdam ist mit Ballonreifen ausgestattet und bietet so einen hohen Komfort. Es ist in 26″ und 28″ erhältlich.
Das Ranger ist der Klassiker im Trekkingbereich. Mit den breiten Reifen bietet es hohen Komfort. Erhältlich in 26″ und 28″.
Das Touros ist ein 28″ Fahrrad, was Leichtigkeit und Komfort verbindet.
Das Trondheim ist ein 28″ Allrounder. Es gut für leichten bis mittleren Reiseeinsatz geeignet, aber auch im Alltag.
Fahrräder für die Reise. Robuste Lastesel.
Das Argos ist ein leichtes, robustes Reiserad, erhältlich mit 26″ oder 27,5″ Laufrädern.
Das Kosmos ist ein besonders robustes Reiserad mit 27,5″ Laufrädern.
Das Randonneur ist ein sportliches und leichtes Reiserad für leichtes bis mittleres Gepäck. Erhältlich in 26″, 27,5″ und 28″.
Das Randonneur Zona ist ein sportliches und wegen des verwendeten Columbus Zona Rohrsatzes noch leichteres Reiserad als das Randonneur. Erhältlich in 26″, 27,5″ und 28″.
Das Terra ist schon legendär. Es ist das klassische 26″ Reiserad von Patria. Stabil und dank der breiteren Reifen auch ideal abseits vom Asphalt. Außerdem ist es als Rad für Pendler bei jedem Wetter geeignet.
Das Falcon ist ein 28″ Fitnessrad. Es auf der Straße, aber auch in leichtem Gelände zu Hause.
Das Sporttourer ist ein 28″ Rennrad, jedoch mit der Möglichkeit es mit Schutzblechen zu bekommen. Die Sitzposition ist dynamisch.
Das Trail ist ein leichtes, stabiles Mountainbike. Es ist als 26″, 27,5″ oder als 29er erhältlich.
Patria setzt bei den E-Bikes den Shimano Steps Antrieb ein.
Das Delta Hybrid ist ein komfortables, stabiles 28″ E-Bike mit tieferem Einstieg.
Das Dublin Hybrid ist ein 28″ E-Bike für entspanntes Fahren in aufrechter Sitzposition.
Das Graveller Hybrid ist ein E-MTB mit 27,5″ Laufrädern und großem Drehmoment.
Das Merano Hybrid ist ein extrem verwindungssteifes Tiefeinsteiger-E-Bike, der mit 26″ oder 28″ Laufrädern erhältlich ist.
Das Quirl Hybrid ist ein komfortables 20″ Kompakt-E-Bike.
Das Ranger Hybrid ist der Trekking-Klassiker als E-Bike, erhältlich mit 26″ oder 28″ Laufrädern.
Das Touros Hybrid ist ein komfortables 28″ E-Bike mit leichtem und stabilem Rahmen.