
Puch ist ein österreichisches Unternehmen und wurde von Johann Puch in den Anfangsjahren in einer kleinen Fahrradwerkstatt gegründet. Zunächst stellte die Firma nur Fahrräder her, später begann man auch mit der Herstellung von Motorfahrrädern, Motorrädern, Verbrennungsmotoren und Automobilen.
Puch war schon immer eine bekannte und angesehene Marke in der Welt des Fahrradbaus, denn die Produkte waren schon immer für ihre hohe Qualität und Langlebigkeit bekannt. Seit ihrer Einstellung 1987 sind Puch-Fahrräder jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte und dem Vermächtnis von Puch-Fahrrädern und untersucht, warum die Marke möglicherweise etwas verloren gegangen ist.
Puch ist eine Marke, mit der viele Fahrradbegeisterte vielleicht nicht vertraut sind, aber sie hat eine lange und bewegte Geschichte in der Welt des Radsports. Die Marke Puch, ein österreichisches Unternehmen, das 1899 von Johann Puch in einer kleinen Fahrradwerkstatt gegründet wurde stellte zu Beginn nur Fahrräder her. Später begann das Unternehmen auch mit der Herstellung von Motorrädern, Automobile und vieles mehr.

1890 waren bereits 34 Arbeiter im Unternehmen tätig und exportierten längst Fahrräder nach Frankreich und England. Die Marke Puch erwarb sich schnell einen guten Ruf für hochwertige Fahrräder und wurde 1891 als Johann Puch & Comp. zu einer der beliebtesten Marken in Europa. 1903 begann Puch, neben Fahrrädern auch Motorräder zu produzieren.
1906 ging das Puch-Automobil erfolgreich in Serie und markierte einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. Da die Autoentwicklung zu einer Herzenssache von Johann Puch wurde, begann er die Produktion mit leistungsstärkeren und schnelleren Fahrzeugen. Dank seiner zuverlässigen Technik hat das Puch-Automobil schnell eine treue Anhängerschaft unter Autofahrern erworben.
Johann Puch war bis 1912 als Direktor des Unternehmens tätig. Danach nahm er sich bedauerlicherweise wegen gesundheitlichen Problemen aus der Geschäftsführung raus und hat sich seinen Freizeit-Aktivitäten hingegeben. Doch im Frühjahr 1914 stieg Johann Puch wieder ins Geschäft ein und übernahm eine Position im Verwaltungsrat. In dieser Zeit waren 1400 Arbeiter beschäftigt, die ein vielfältiges Programm am Markt präsentierten. Darunter Fahr- und Motorräder, Luxus- und Sportautos, Last- und Lieferwagen, genauso wie Omnibusse und Eisenbahnmotoren.
Unglücklicherweise starb der österreichische Unternehmer Johann Puch am 19. Juli 1914, im Alter von nur 52 Jahren an einem Herzinfarkt. Nach Puchs Tod konnte das Unternehmen noch einige Zeit bestehen, bis es sich 1928 mit der Austro-Daimler AG vereinte. Jedoch brach die daraus hervorgegangene Austro-Daimler-Puchwerke AG 1934 zusammen.
Zu dieser Zeit besaß die Angelo-Austria Bank die Mehrheit des Unternehmens. Anschließend fand ein erneuter Unternehmenszusammenschluss mit der Steyr Werke AG statt. Steyr-Daimler-Puch AG stellten nun nicht nur Fahrzeuge aller Art her, sondern auch Werkzeuge und Waffen waren in Ihrem Sortiment präsent. Jedoch wurden diese in den 90er Jahren stillgelegt und an verschiedene Konzerne verkauft.
Nach fast 100 Jahren Herstellung wurde 1987 die Produktion von Fahrrädern in Graz ein für alle Mal stillgelegt. Das Gesamte wurde an Piaggio, einem italienischen Produzenten vergeben. Dieser Konzern übergab jedoch 1997 die Rechte an den Schweden Cycleurope .
2011 übernahm das Familienunternehmen Faber GmbH die Verpflichtung und produzierten ab 2012 neue Fahrradmodelle unter der Marke Puch.
Es war 1889 als Johann Puch, der gelernte Schlosser, seine erste Fahrrad-Werkstatt in Graz gründete. In den Anfangsjahren begann der Unternehmer in einem Glashaus, das er als Werkstätte nutzte, als Hersteller von Fahrrädern und entwickelte sich später weiter. Da seine kleine Werkstatt in der Strauchergasse, in Graz jedoch bald zu beengt wurde, zog er Mitte 1890, mithilfe eines Unternehmens-Partners, in ein besseres Gebäude, mit mehr Platz. Dieser neue Raum ermöglichte Ihnen, ihre Konstruktionstechniken auszuweiten.
Weitere Stationen kamen infrage, darunter die Fabrik in der Karlauerstraße und in der Baumstraße. Nach Abweichungen mit dem Teilhaber verließ Puch 1897 den Betrieb und gründete in der Laubgasse eine Produktionsstätte.
Im Zweiten Weltkrieg reichte jedoch das Volumen nicht mehr aus und das sogenannte Zweier-Werk entstand, 3 km südöstlich in Thondorf Graz. Hier wurden nach dem Weltkrieg wieder Fahrräder, Mopeds, Motorräder und Autos produziert. 1953-1954 entstand das erste Hochhaus in Graz mit 13 Stockwerken. Aufgrund seiner Bedeutung wurde das Puch-Hochhaus nun unter Denkmalschutz gestellt und ist die Attraktion des Stadtteils Thondorf in Graz.

1899 rief Johann Puch seine berühmten Fahrräder ins Leben.
Dies war jedoch nicht alles. Bereits 1903 gingen die ersten Motorräder in Serien-Produktion. Danach führte er von 1928 bis 1945 weitere Motorräder und Motorfahrräder fort.
Darunter befanden sich:
Nach 1945 kamen noch viele weitere Motorräder auf den Markt, wie zum Beispiel:
1969 bauten sie als Nachfolger, der älteren Modelle die Puch Maxi Mofas. Die Einzigkeit der Maxi Mofas war die Weiterentwicklung zur Automatik-Gangschaltung. Ein gefragtes Fahrzeug in der heutigen Zeit, von denen man immer noch einige sichtet.
Doch nicht nur Zweiräder waren Puchs Leidenschaft. Auch Automobile starteten 1906 die Serien-Produktion. Die ersten Autos begannen vorerst mit 2-Zylinder-Motoren. Spätere erschienen sogar leistungsstärkere Autos auf den Markt.
Darunter entdeckte man:
Allerdings wurden nicht nur Motorräder und Automobile hergestellt. Auch Lastkraftwägen, Feldbahn-Motoren und Fahrgestelle aus Eisen waren Werke, die damals entstanden sind.

Das Unternehmen hat eine lange Geschichte in der Herstellung von Qualitätsfahrzeugen und hat sich somit auch in der Radsport-Community einen guten Ruf erarbeitet. Hier wird auf einem Blick die Unternehmensstruktur und deren Entwicklung dargestellt.
Die Ursprünge von Johann Puch und seinem Unternehmen liegen in der Montage und dem Verkauf von Fahrrädern sowie Wartungen und Reparaturen von Kundenfahrzeuge. Puch-Räder waren vor allem im Rennsport beliebt. Er hatte auch Spitzensportler, wie Franz Gerger, Bruno Büchner und den mehrfachen Hochradmeister Josef Fischer, bei sich unter Vertrag.
Auch das Waffenrad ist ein bedeutungsvoller Teil seiner Geschichte. Das Wort „Waffenrad“ bezieht sich auf die Friedensproduktion eines Büchsenmachers. In der heutigen Zeit würde man es als ein einfaches 28-Zoll-Fahrrad ansehen. Mit lediglich einem Gang und einer Rücktrittbremse hat das Fahrrad ein etwas schwereres Gewicht vorzuweisen. Früher wurden jedoch Behörden wie zum Beispiel die Gendarmerie oder die Postmitarbeiter damit ausgestattet.
Weitere beliebte Fahrräder, wie zum Beispiel: Puch Clubman, ein Damenfahrrad aus dem Jahr 1975 erschien auf dem Markt.
Weitere Fahrräder mit dem Namen Puch S60, Puch Jungmeister Sport oder Puch Luxus wurden vermarktet.
Des Weiteren, auch ein angesehenes Farhrrad, das Puch Olympian 12. Ein Herrenfahrrad aus dem Jahr 1985. Dieses Fahrrad war sogar eines der letzten Produktionen aus der Herstellung in Graz.