Fahrradverleih- und Sharingsysteme: Unternehmen und Organisationen in Deutschland

Das Fahrrad ist vermutlich das umweltfreundlichste und gesündeste Fortbewegungsmittel auf der Welt. Aber nicht nur die Bewegung, die ein Fahrrad bietet, macht es zu einem perfekten Ersatz für ein Auto.

Wer mit einem Fahrrad durch die Landschaft fährt, entdeckt Dinge in der Natur, die beim Autofahren leicht übersehen werden. Man lebt viel bewusster und bekommt mehr von seiner Umwelt mit. Selbst wenn man es nicht glauben möchte, hat man beim Fahrrad fahren eine geringere Unfallgefährdung, als mit einem Auto. Inzwischen haben Gemeinden, Städte und Organisationen erkannt, dass Fahrradverleihsysteme und Sharingsysteme in jeder Großstadt weit verbreitet sind. In den letzten Jahren hat sich dieses Konzept stark etabliert. Durch die Förderung des Fahrradverkehrs leisten sie einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung der Verkehrsbelastung und Verbesserung der Luftqualität in den Städten.

Mit dieser innovativen Lösung gegen die Mobilitätsprobleme in den Großstädten gelingt es den Anbietern von Fahrradverleihsystemen, die Städte in eine umweltfreundlichere Umgebung zu verwandeln.

Die Funktionsweise der Fahrradverleihsysteme und Sharingsysteme

Fahrradverleihsysteme bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, Fahrräder für eine vorgegebene Zeit zu mieten und sie danach an einem beliebigen Ort wieder abzugeben. In Deutschland gibt es öffentliche als auch private Anbieter von Fahrradverleihsystemen. Öffentliche Anbieter sind größtenteils in Städten oder Gemeinden zu finden. An den Stationen der einzelnen Verleihsysteme werden den Nutzern eine große Auswahl an Fahrrädern zur Verfügung gestellt.

Sharingsysteme ermöglichen es jedem, Fahrräder innerhalb einer Stadt zu nutzen. Dafür muss man kein eigenes Fahrrad besitzen. Der Großteil der Sharingsysteme verwendet Smartphone-Apps, mit denen die Benutzer die Räder reservieren und entsperren können. Zu finden sind die Fahrräder an Straßenrändern, Fahrradstellplätzen und anderen Orten des öffentlichen Lebens.

Beide der Systeme funktionieren mit einem System von Chips, Sensoren und GPS-Tracking. Damit wird sichergestellt, dass die Räder an den richtigen Orten abgeholt und abgegeben werden.

Die Anmietung bei Fahrradverleihsystemen und Sharingsystemen

Um ein Fahrrad bei einem der Verleihsysteme zu mieten, muss man eine Registrierungsgebühr bezahlen und die Identität überprüfen lassen. Die Identitätsüberprüfung soll den Diebstahl der Fahrräder verhindern. Registrieren kann man sich Online oder über eine der mobilen Apps.

Nach der erfolgreichen Registrierung kann man sich über die jeweilige App oder Webseite des Anbieters ein Fahrrad buchen.

In der Regel gibt es drei Vermietungsarten:

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  • Mitgliedschaft: Benutzer weisen sich mit einem Mitgliedsausweis oder per Handy an einem der jeweiligen Standorte aus und erhalten dort ihr gewünschtes Fahrrad.
  • Stationsgebunden: Die Kunden können die Fahrräder an einem oder mehreren ortsfesten Verleihterminals übernehmen oder abgeben. Der Mieter ist für alle Beschädigungen verantwortlich, bis er das Fahrrad wieder an seine designierte Station zurückgebracht hat.
  • Stationslos: Die Leihräder werden per Smartphone-App durch GPS gefunden und müssen nicht zu einer Verleihstation gebracht werden. Hat meine seine Zeit bezahlt und möchte nicht mehr weiter Fahren, stellt man das Fahrrad irgendwo ab (unter Beachtung der Straßenverkehrsordnung).

Die Zeiten und Kosten variieren, je nachdem, wie lange man ein Fahrrad mieten möchte.

Der Fahrrad-Fuhrpark

Unter einem Fahrrad-Fuhrpark versteht man eine Sammlung von Fahrrädern, die von einem Unternehmen, einer Organisation oder Gemeinde für den öffentlichen Einsatz bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich meistens um elektrische Leihfahrräder, die für eine begrenzte Zeit ausleihbar sind. Es gibt auch Anbieter, die den Nutzern Fahrräder für den alltäglichen Gebrauch zur Verfügung stellen.

Als eine nachhaltige Transportlösung helfen die Fuhrparks, den Autoverkehr zu reduzieren. Durch die Anregung zur körperlichen Aktivität fördern sie zusätzlich die Gesundheit ihrer Nutzer.
Immer mehr Unternehmen und Organisationen bieten ihren Mitarbeitern, Anreize oder Vergünstigungen für den Kauf von Fahrrädern an.

 

Call a bike

Call a Bike

Call a Bike ist ein Fahrradverleihsystem, das von der Deutschen Bahn betrieben wird. Erstmals wurde es im Jahr 2000 in Frankfurt am Main zur Benutzung freigegeben. Durch ihre Erfolge hat das Unternehmen es mittlerweile geschafft, ihre Dienstleistungen in vielen Städten Deutschlands anzubieten.

Das Prinzip von Call a Bike ist einfach: Möchte man ein Fahrrad ausleihen, kann man es über die mobile App oder eine Hotline reservieren. Zugänglich sind die Fahrräder an speziellen Stationen, die meist an gut erreichbaren Orten liegen. Um das Fahrrad zu übernehmen, muss man mit der App oder telefonisch, das elektronische Schloss öffnen lassen. Die Bezahlung erfolgt entweder als monatliche Rechnung oder über eine Kreditkarte.

Alle Fahrräder von Call a Bike werden regelmäßig gewartet und sind technisch auf dem neusten Stand. Besonders gut eignet sich dieser Anbieter für kurze Stadtfahrten, wie dem Weg zur Arbeit.

LIDL-Bike

Lidl-Bike ist ein Unternehmen der Lidl-Gruppe, das in vielen Ländern Europas tätig ist. Der Fahrradverleih ist eine weitere Möglichkeit für Lidl, seinen Kunden einen nachhaltigen Service zu bieten, der ihnen im Alltag helfen kann.

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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://fahrrad.space/wp-content/themes/fahrrad-space/o.php?a=/wissenswertes/fahrradverleih-sharingsysteme/&link=RzNCYnp1VTUrVXM5QnZQQ1dVYXEzbEc5Q2xjQi9UZFdJUE5qU1BWNFQyRT0= zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

Bei den Fahrrädern von Lidl-Bike handelt es sich in der Regel um City-Bikes oder E-Bikes. Diese eignen sich besonders für den täglichen Gebrauch. Das Verleihsystem ist leicht zu bedienen und kann wie auch bei anderen Anbietern über eine mobile App oder einem Fahrradstationsterminal benutzt werden.

Die Preise von Lidl-Bike variieren je nach Standort und Länge der Miete. In der Regel zahlt man eine Grundgebühr und einen stündlichen Mietpreis.

Donkey Republic

Donkey Republic ist ein internationales Fahrrad-Sharingsystem, das seit 2015 seinen Kunden die Möglichkeit bietet, Fahrräder in verschiedenen Städten zu mieten. Ihre Dienstleistung wird weltweit in über 65 Städten angeboten, darunter sind Amsterdam, Berlin und Madrid.

Die Nutzung der mobilen App ist, wie in dieser Branche üblich, ganz unkompliziert. Möchte man ein verfügbares Fahrrad in seiner Nähe finden, öffnet man einfach die App und es wird einem der Standort des naheliegenden Fahrrads angezeigt.

Mit seiner großen Auswahl, ist Donkey Republic nicht nur ein großartiger Fahrradverleih-Service, sondern auch ein nachhaltiger Ansatz für Mobilität. Das Unternehmen ist dafür bekannt, die lokale Wirtschaft anzukurbeln, indem es mit den lokalen Fahrradhändlern und Werkstätten zusammenarbeitet. Parallel stellen sie damit sicher, dass ihre Fahrräder stets in einem makellosen Zustand an die Kunden abgegeben werden.

Lime

Lime ist ein weiteres Unternehmen, was sich zur Aufgabe gemacht hat, seine Kunden durch den Verleih von Fahrrädern zu unterstützen. Das Unternehmen wurde 2017 in San Francisco von Brad Bao und Toby Sun gegründet und hat seitdem seine Dienstleistungen auf mehrere Kontinente ausgeweitet, darunter sind Europa, Asien und Australien.

Das Verleihsystem ist ähnlich aufgebaut, wie bei seinen Konkurrenten. Durch seine betriebseigene App, kann man die Fahrräder mieten, reservieren und freischalten. Das Ganze funktioniert hier sogar ohne einen Schlüssel. Lime bietet neben Fahrrädern noch eine Vielzahl an mietbaren E-Scootern an.

Auch Limes Dienstleistungen unterscheiden sich je nach Standort und Dauer der Miete.

 

Nextbike

Nextbike

Das 2004 in Deutschland gegründete Unternehmen Nextbike, hat sich durch sein einfaches Verleihkonzept eine starke Präsenz in Deutschland und Europa aufgebaut.

Das Unternehmen strebt danach, die Verbreitung von Fahrrädern als Verkehrsalternative zu fördern. Ihre größte Aufgabe besteht darin, ihren Benutzern eine leichte und bequeme Möglichkeit zu bieten, sich ein Verkehrsmittel zu besorgen.

Deswegen arbeiten sie eng mit Städten und Gemeinden zusammen, damit die Fahrradinfrastruktur nach und nach verbessert wird. Nextbike bietet zusätzlich spezielle Programme für Schulen, Unternehmen und Gemeinden an, damit der Fahrradverleih in den Gemeinschaften gefördert wird.

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Probleme mit den Leihfahrrädern

Vandalismus und mutwillige Zerstörung sind die größten Probleme der Fahrradverleihsysteme. Aber nicht nur um die Schäden, die durch eine grobe Behandlung der Räder einhergeht, müssen sich die Betreiber Sorgen machen. Gezielte Zerstörung und geplanter Diebstahl kosten jährlich große Summen von Geld. Und diese Umkosten werden in Form einer Kostenerhöhung auf die Benutzer abgewälzt.

Da Fahrräder im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln anfälliger für Diebstahl und Beschädigung sind. Deshalb ist es verständlich, wieso es kaum noch einen Anbieter ohne eine Ausweispflicht auf dem Markt zu finden gibt. Viele der Unternehmen erwarten, dass man Bargeld, Kreditkartendaten oder die Wohnadresse als Sicherheit hinterlegt.

Manche der Apps verlangen aus diesen Gründen eine ständige Daten-Mobilfunkverbindung, damit der Benutzer jederzeit auffindbar ist.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Fahrradverleihsysteme und Sharingsysteme mit der Zeit weltweit beliebter geworden sind. Nicht zuletzt, hat das auch mit den steigenden Spritpreisen und schlechten Parkmöglichkeiten der einzelnen Städte zu tun. Durch die Integration von neuen Technologien, Sicherheitssystemen und personalisierten Angeboten wird es den Benutzern immer einfacher gelingen, das passende Fahrrad zu finden.

Mit ihren Vorteilen für die Umwelt, Gesundheit und Flexibilität ihrer Nutzer, füllen sie die Nachfrage nach bezahlbaren Fortbewegungsmöglichkeiten perfekt aus. Durch die teils geringen Kosten und große Auswahl an Anbietern, ist es jedem möglich, seine Bedürfnisse perfekt zu befriedigen.

Bildnachweise:
Bild 1: Nextbike. Foto von nextbike auf Unsplash
Bild 2: Call a bike. Foto von Kevin Martin Jose auf Unsplash
Bild 3: Fahrrad-Fuhrpark. Foto von nextbike by TIER: https://www.pexels.com/de-de/foto/fahrrader-geparkt-parkplatz-transportsystem-13518672/
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