
Die Kurzform „ADFC“ steht für den Namen „Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club“. So wurde der ADFC im Jahr 1979 in der Hansestadt Bremen gegründet und bis heute noch seinen Sitz dort. Der Fahrradclub tritt als sogenannte Interessenvertretung von Fahrradfahrern entsprechend auf und verfügt bis heute über 175.000 Mitglieder.
Als europäisches Mitglied in der EFC (European Cyclists Federation) vertritt der ADFC das Interesse der sanften Mobilität und ist ebenso für die Vorlage von dem ersten nationalen Radverkehrsplans unter anderem mitverantwortlich.
Die sanfte Mobilität versteht sich als Konzept, die Fortbewegung entsprechend so zu gestalten, dass diese vor allem nachhaltig, umweltschonend, unfallarm sowie auch sozial verträglich gelebt und ausgeübt wird. Folglich richten sich diese Erwartungen auch an die Verkehrspolitik, damit diese ebenso steuernd eingreift, um damit auch die sanfte Mobilität deutlich attraktiver zu gestalten sowie auch das unnötige Verkehrsaufkommen besser einzuschränken.
Der NRVP (Nationale Verkehrsplan) war in dem Jahr 2002 der erste Schritt und stellt noch bis heute die Grundlage für eine Radverkehrspolitik in der Bundesrepublik Deutschland dar. So soll das Radverkehrsaufkommen mit Hilfe eines komplett flächendeckenden Radverkehrsnetzes, entsprechend prozentual gesteigert werden.
Die grundsätzliche Idee zu der Gründung des ADFC entstand im Laufe der Internationalen Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung im Jahr 1978. Nach der Gründung des Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club, wurde Tebbe zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Nach der Neuordnung im Jahr 1990 der deutschen Vereinsstrukturen sowie auch der Wiedervereinigung, entstanden letztlich für den ADFC aus unterschiedlichen Kreisgruppen einheitlich strukturierte Landesverbände.
Der ADFC genießt in sehr vielen Bereichen eine beratende Funktion und wird wie ein Träger öffentlicher Belange entsprechend behandelt. Weitere Träger dieser Art können unter anderem bestimmte Unternehmen, wie zum Beispiel die Post, die Bahn, ein Wasserwerk oder auch ein Energieversorger sein.
Diese entsprechenden Träger werden bei unterschiedlichen Bauvorhaben mit einbezogen. Außerdem üben diese eine beratende Tätigkeit mit aus. Allerdings verfügt der ADFC nicht über ein Klagerecht.
Weiterhin führt der ADFC auch Beratungen bei Fahrradschlössern, Radurlauben, Diebstahlprävention oder auch Tourenplanungen für private Personen durch.
Allerdings nehmen auch Unternehmen und Firmen die Erfahrungen des ADFC sehr gerne in Anspruch, um äußerst fahrradfreundliche Verhältnisse damit zu schaffen. Der ADFC kann dabei Unternehmen und Firmen als einen „Fahrradfreundlichen Arbeitgeber“ entsprechend zertifizieren.

Ebenso wird auch die Vermittlung von Radreisen von einer entsprechenden Unterorganisation des ADFC mit durchgeführt. Seit 1995 gibt es ebenfalls das sogenannte Qualitätsmerkmal „Bett + Bike“.
So verpflichten sich Unterkünfte mit dieser entsprechenden Auszeichnung gewisse Richtlinien sowie auch Erwartungen von Fahrradreisenden stets einzuhalten.
Auch eine Zertifizierung von bestimmten Radwegen gehört in diesem Fall zu der Aufgabe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs.
Das Magazin „Deutschland per Rad entdecken“ erscheint alle zwei Jahre, welches der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club in Zusammenarbeit mit der DZT (Deutschen Zentrale für Tourismus) an herausgibt. Die Mitglieder des ADFC bekommen zusätzlich alle zwei Monate die Broschüre „Radwelt“. Weiterhin ist der ADFC an der Herausgabe von weiteren Fahrrad- sowie auch Regionalkarten beteiligt.
In Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Polizei in Deutschland nimmt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club auch FEIN-Codierungen vor. FEIN steht in diesem Fall für „Friedberger Eigentümer-Identifikation Nummer“. So ist es bei Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs oftmals äußerst schwer, den eigentlichen Eigentümer ohne Zweifel festzustellen.
Genau aus diesem Grund wird mit Hilfe von FEIN eine einzigartige Zahlencodierung entsprechend eingraviert und damit auch nicht fälschbar angebracht, damit man ein gestohlenes Bike dabei einwandfrei zuordnen kann, sofern dieses wieder auftaucht. Ähnlich ist dieses wie bei einem Kraftfahrzeug zu verstehen.
Dabei wird jeder Code nur einmal vergeben und enthält zudem über eine große Folge von Ziffern und Buchstaben die Adresse, den Wohnort sowie den Namen des Eigentümers.
Ebenso soll damit auch die Eigentumskriminalität zusätzlich eingedämmt werden.
In Kooperation mit einer Krankenkasse wurde ebenso ein Projekt mit dem Namen „Mit dem Rad zur Arbeit“ entsprechend gegründet. Mit dem Ziel, den Autoverkehr dabei zu verringern, kommt hierbei noch der gesundheitliche Aspekt mit hinzu. So sollen vor allem Betrieben attraktive Bedingungen damit geschaffen werden, damit diese Aktion vorangetrieben wird.