
Für Radfahrer mit hoher Naturverbundenheit ist der Hochrhein-Hotzenwald Weg, der sich im Grenzgebiet zwischen Deutschland und der Schweiz in Baden-Württemberg befindet, genau die richtige Wahl.
Der Radweg teilt sich in drei verschiedene Etappen auf. Die ersten beiden Etappen sind mit 65 bzw. 70 Kilometer Wegstrecke recht anspruchsvoll, aber mit etwas Zeit auch in gemütlichem Tempo zu absolvieren, während man die Tour dann mit der 35 Kilometer langen dritten Etappe langsam ausklingen lassen kann.
Die erste Etappe führt mit dem Fahrrad von Konstanz nach Neuhausen und umfasst insgesamt 65 Kilometer Radweg. Vor allem Wasserliebhaber werden hier durch den Bodensee und den Verlauf am Rhein auf ihre Kosten kommen.

Teil der ersten Etappe ist auch das Passieren des Rheinfalls in Schaffhausen, der eine Sehenswürdigkeit für viele Touristen darstellt. Außerdem kann man in Schaffhausen die Altstadt der Stadt besuchen, wo es unter anderem das Kloster Allerheiligen zu bestaunen gibt, das bereits im Jahre 1049 erbaut wurde.
Das Obere Tor der Stadt ist zudem ein bekanntes Wahrzeichen. Es wurde aus über 800 Jahre alten Fundamenten erbaut und wurde daraufhin bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Gefängnis benutzt. Schaffhausen ist aufgrund dieser vielen Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall einen Halt wert.
Zudem gibt es schon zu Beginn der Etappe in Allensbach die barocke Nikolauskirche zu bestaunen, die 1686 erbaut wurde und die klassischen Merkmale barocker Architektur aufweist. Ebenfalls steht in Allensbach das Schloss Freundental, das sogar für Übernachtungen von Touristen zur Verfügung steht und auch in der Zeit des Barock erbaut wurde.

Die zweite Etappe startet dann in Neuhausen und führt die Reisenden auf dem Weg nach Bad Säckingen unter anderem durch Hüntwangen und Waldshut. Insgesamt umfasst diese Etappe mit 70 Kilometern den längsten Streckenabschnitt.
Auch die zweite Etappe ist gespickt von architektonischen Erlebnissen, wie etwa im Zielort Bad Säckingen, wo es unter anderem Architektur aus der Zeit des Rokoko zu sehen gibt.
Bad Säckingen könnte zudem interessant für Literaturfans sein, da es der Handlungsort des bekannten Werks „Der Trompeter von Säckingen“ von Joseph Viktor von Schäffingen ist.
In Weil am Rhein, wo es unter anderem klassizistische Architektur und Museen zu sehen gibt, endet schließlich die Tour. Vorher muss man noch circa 35 Kilometer absolvieren und passiert dabei die Städte Schwörstadt und Lörrach.
In Schwörstadt ist auch ein Bootsausflug auf dem Rhein möglich, da hier Schiffverbindungen für Touristen zur Verfügung stehen.

Die Tour verfügt insgesamt über einen einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrad, was vor allem an den eher milden und wenigen Höhenmetern liegt. Dadurch besteht auch eine Eignung für ältere Menschen und solche, die nicht unbedingt regelmäßiges Radtraining absolvieren.
Zwar sind insgesamt einige Aufstiege und Abstiege zu absolvieren, jedoch sind diese meist von relativ einfacher Natur.
Es sollten insgesamt mindestens zwei Übernachtungen zwischen den jeweiligen Etappen eingeplant werden, um ein gutes Erlebnis auf der Tour zu erzielen. Die Übernachtungen kann man natürlich individuell wählen, jedoch bieten sich Zwischenstopps am jeweiligen Etappenende an.
Durch die Nähe zum Bodensee und den Verlauf am Rhein hat man sowohl Stellen mit großem Wasservorkommen, und den dazugehörigen Sehenswürdigkeiten, wie etwa dem Rheinfall, als auch leicht bergige Regionen.
Eine weitere Besonderheit der Tour ist die Grenznähe zwischen Deutschland und der Schweiz, die gleich achtmal zum Überqueren der Grenze führt und somit für die Bewohner beider Länder eine Attraktion darstellt.
Außerdem können Touristen, die normalerweise nicht in Südbaden heimisch sind, die dortige Kultur entdecken, wie etwa kulinarische Besonderheit und den alemannischen Akzent, der besonders am Zielort in Lörrach zu hören ist.