Fernradweg La Transwallone – von Mont-de-l`Enclus nach Ulflingen

Sind Sie auf der Suche nach einer spannenden Fahrradtour durch das Land Belgien bis nach Luxemburg? Dann sind Sie hier genau richtig! Der Fernradweg namens „La Transwallone“ erstreckt sich über eine Gesamtlänge von etwas mehr als 400 Kilometern.

Wichtige Punkte bei der Planung

Empfohlen werden, je nach sportlicher Verfassung, zwei bis vier Übernachtungen. Um die gesamte Strecke zu überbrücken, können Sie mit einem Zeitraum von 20-26 Stunden reiner Fahrzeit rechnen. Jedoch sollte die Fahrt in mehrere Etappen unterteilt werden. Wichtige Streckenmerkmale sind zudem die Gesamthöhenmeter im Auf- sowie im Abstieg.

Höhenmeter beim Auf- und Abstieg

Die Gesamthöhenmeter im Aufstieg belaufen sich auf satte 4424 Meter. Die Höhenmeter des gesamten Abstiegs auf 4036 Meter. Somit beträgt die durchschnittliche Steigung im Aufstieg etwa 1,1 Prozent. Der Untergrund des Fahrradwegs ist meist asphaltiert und schlängelt sich in Richtung Südosten bis nach Luxemburg.

Landschaft Belgien

Landschaft und Schwierigkeitsgrad

Selbstverständlich fahren Sie auch über viele Feld und Waldwege, können dabei bei dem Zwitschern von Vögeln zuhören oder die Landschaft respektive Geografie mit einigen Rundblicken genießen. Wegen der Streckenlänge, Bodenbeschaffenheit und des oftmals stark vorkommenden Aufstiegs, ist die Fahrradtour für Fortgeschrittene und Experten ausgelegt.

Der Schwierigkeitsgrad des Wegs ist mittel bis schwer. Unerfahrene Radsportler können das Erlebnis auch antreten, jedoch sollten diese zu längeren Zwischenpausen und mehreren Übernachtungen tendieren.

Vorbereitungen auf die abenteuerliche Fahrt

Bevor es überhaupt richtig losgeht, sollten sich antretende Fahrradfahrer um Übernachtungsmöglichkeiten, Versorgungsmittel, Kleidung und Radzubehör informieren.

Je nach Jahreszeit und Wetterlage ist man auf verschiedene Kleidung angewiesen. Jedoch ist es empfehlenswert einige Wechselsachen mitzunehmen, damit man sich umziehen kann, falls es nötig ist. Man sollte nicht nur bei schlechtem, regnerischen Wetter auf zusätzliche Kleidung achten, auch wenn es sehr warm ist. Durch die Wärme und Muskelaktivierungen kommt es nämlich sehr schnell zu Schweißausbrüchen.

Zudem sollte man sich kleinere Zwischenmahlzeiten einpacken, um für genug Energie zu sorgen. Es gibt einige Restaurants und Städte über den Weg entlang, trotzdem ist die Entfernung zu Restaurants oftmals sehr groß.

Da die Beschaffenheit des Untergrunds sich etliche Male ändert, sollten Sie darauf achten, Ihre Reifen mit genug Luft vollgepumpt zu haben und eventuell eine Fahrradpumpe mitzunehmen.

Aufregende Fahrt und die einzelne Etappen

Jetzt kann es losgehen!

Mont-de-l`Enclus – Tournai

Sobald Sie die kleine Gemeinde Mont-de-l`Enclus im Westen von Belgien verlassen haben, geht es in Richtung Norden in die Stadt Tournai. Die Stadt wimmelt von diversen Sehenswürdigkeiten. Hierzu zählt die Kathedrale von Tournai als eines der wichtigsten und bekanntesten Wahrzeichen Tournais. Die mittelalterliche Kirche wurde 1700 eröffnet und besitzt 5 Türme.

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Neben zahlreichen Kathedralen finden Sie in Tournai auch das Museum „Musee des Beaux Arts“, welches sich bei Interesse an Kunst und Impressionismus zu besichtigen lohnt.

Jetzt geht es nach Charleroi über zahlreiche Wald- und Feldwege.

Charleroi

Charleroi ist mit mehr als 200 Tausend Einwohnern die drittgrößte Gemeinde Belgiens. Hier sollten Sie auf jeden Fall eine etwas längere Pause oder sogar eine Übernachtung einlegen, weil Sie ein Drittel der kompletten Fahrstrecke bereits hinter sich gelegt haben.

Neben zahlreichen Hotels, Restaurants und einigen Museen, finden Sie in Charleroi die Möglichkeit auf Indoor – Fallschirmspringen in der Anlage „AIRSPACE Indoor Skydiving“.

Lüttich

Namur – Lüttich

Sobald Sie sich ausreichend erholt haben, geht es über die Stadt Namur bis nach Lüttich. Diese Teilstrecke beinhaltet sehr wenige Auf und Abstiege und lässt sich dadurch sehr gemütlich fahren.

Die Zitadelle von Namur, die als die größte und älteste Kommandozentrale Europas gilt, ist ein Juwel des belgischen Erbes. Wenn Sie ein Kunstliebhaber sind, können Sie Jan Fabres „Utopia“, eine Skulptur einer Riesenschildkröte, bewundern. Die „Schildkröte“ ist zu einem starken Symbol der Stadt geworden.

In Lüttich, auch Liege genannt, sollten Sie hier die nächste Längere Pause einlegen. Die Stadt bietet zudem diverse Sehenswürdigkeiten. Die wunderschöne Altstadt ist durch zahlreiche Merkmale aus dem Mittelalter geprägt.

Das Grand-Curtius-Museum liegt in einem, 17. Jahrhundert, erbauten Herrenhaus und besitzt archäologische Schätze und Kunstwerke.

Die Stiftskirche Sankt Bartholomäus wurde im 11. und 12. Jahrhundert erbaut und zählt als eines der bekanntesten Wahrzeichen Lüttichs.

Schildkröte in Namur

 

Aywaille – Ulflingen

Nun kommen wir zu dem letzten, aber jedoch schwersten Teilabschnitt des Fernradwegs. Sobald Sie die Stadt Aywaille passiert haben, beginnt ein etwa 500 Meter hoher Aufstieg, der sich auf eine Strecke von etwa 50 Kilometern erstreckt.

Der Fernradweg endet etwa fünf Kilometer nach dem Passieren der Grenze zu Luxemburg.

Sie haben es geschafft!

Bildnachweise:
Bild 1: Lüttich. Foto von Guillaume Hankenne von Pexels
Bild 2: Namur. Bild von Mathieu Militis auf Pixabay
Bild 3: Landschaft Belgien. Bild von cocoparisienne auf Pixabay
Bild 4: Schildkröte in Namur. Bild von Mathieu Militis auf Pixabay
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