
Für alle begeisterten Radfahrer ist die bekannte „Sonnen-Route“, die vom norwegischen Nordkap bis ins italienische Vergato führt, goldrichtig. Die Wegstrecke ist sehr anspruchsvoll und daher nur für erfahrene Radfahrer geeignet. Im schönen, aber kalten Norwegen beginnend, führt die Route zu zahlreichen, einzigartigen Sehenswürdigkeiten.
Bevor man die große Reise beginnt, sollte man jedoch unbedingt die Magie des Nordkaps erlebt haben.
Der Nordkap ist der nördlichste Punkt Europas und bietet einen gigantischen Blick auf das Meer. Jedes Jahr zieht es hier zahlreiche Besucher hin. Durch die einsamen, atemberaubenden Landschaften bis über wunderschöne Ortschaften führt die Route mit einigen schwierigen Auf- und Abstiegen durch Norwegen und Finnland Richtung Schweden. Die Natur hier ist beeindruckend.
Schweden besteht überwiegend aus Wäldern, Seen und Moorgebieten. Wildcampen ist hier offiziell erlaubt, allerdings gibt es strenge Vorschriften in Bezug auf Umweltverschmutzung und offenes Feuer.

Es ist empfehlenswert, die Route in möglichst viele Etappen zu unterteilen.
Übernachtungen sind in Hotels oder Hostels möglich. Es ist allerdings notwendig, diese frühzeitig zu buchen. Die Preise sind im Norden deutlich höher als in den südlichen Ländern. Auch Campingplätze werden zur Genüge angeboten. Dies hängt natürlich von der jeweiligen Jahreszeit ab.
Die Geografie ist sehr unterschiedlich, von bergigen Landschaften bis über flache Gegenden ist hier alles zu finden. Auch die Temperatur variiert von Nord nach Süd stark.
Zudem sind die äußerst übersichtliche Beschilderung und die gut ausgebauten Radwege anzumerken. Diese wechseln zwischen asphaltierten Wegen und Feldwegen.
Wichtig ist natürlich eine passende Ausrüstung. Im Internet oder in örtlichen Fahrradgeschäften kann man sich hierüber bestens beraten lassen. Vor allem eine medizinische Ausstattung ist von Vorteil.
Viele Radfahrer planen ihre Route so, dass im Frühling in Norwegen gestartet wird. Auf die entsprechende Kleidung ist zu achten, da auch im Frühling mit kalten Tagen zu rechnen ist. Auch die Niederschläge sind hier stark.
Es gibt viele, wunderschöne Attraktionen im Norden Europas, welche den Radfahrer begleiten.
Allein die Landschaften laden zum Wandern, Entdecken und Erleben ein. Traumhafte Berglandschaften, idyllische Wälder und Seen – hier kommen die Naturerlebnisse nicht zu kurz.
Im schönen Schweden verläuft die Route von Ost nach West, woraufhin man Richtung Dänemark kommt. Auch Dänemark ist von einer wunderschönen Landschaft geprägt. Hier ist die Radroute ebenfalls vollständig ausgebaut.

Beispielsweise die geschichtlich sehr faszinierende Burg Kronborg ist eine Sehenswürdigkeit, die man nicht verpassen sollte. Auch in Kopenhagen sollte man unbedingt einen Stopp einlegen. Diese Stadt hat ein beeindruckend ausgebautes Fahrradnetz.
Die Route führt schließlich weiter nach Deutschland. Auch hier gibt es einiges zu entdecken. Die EuroVelo 7 führt nun von der Ostseeküste Richtung Berlin.
Nun geht es weiter nach Tschechien. In Tschechien gibt es wunderbare, malerische Ecken, wie beispielsweise die schöne Stadt Krumlov, welche sehr kulturell geprägt ist.

Nun folgt der österreichische Abschnitt. Hier kommt man mitunter durch die Städte Salzburg und Linz, die einen Besuch wert sind.
Über Kärnten kommt man letztendlich zur Grenze nach Italien. Hier folgt nun die letzte Etappe. Die Temperaturen werden hier schon wärmer und man sollte mit entsprechender Kleidung vorbereitet sein.
Nach Brixen gibt es eher wenig Auf- und Abstiege, hier kann der Radfahrer also entspannt weiterfahren und die atemberaubende, italienische Natur genießen, geprägt von Wein- und Olivenplantagen. Die italienische Gemeinde Vergato stellt das Ende dieser äußerst abenteuerlichen Tour dar. Hier kann man noch einige, wunderbare Tage verweilen und das italienische Flair auf sich wirken lassen.

Es sind wahre Wunder, die unser Europa in all seinen Facetten zu bieten hat. Die EuroVelo bietet eine hervorragende Möglichkeit, um dies auf dem Fahrrad zu erkunden. Also trauen sie sich und erkunden Sie Europa mal ganz anders. Sie werden es definitiv nicht bereuen.