Radwandern durch Europa: Ungarn – von Budapest bis zum Velence-See

Ein beliebter Radweg zieht sich ganze 169 km durch Ungarn. Wer keine Pausen für Sehenswertes einlegt, der schafft sein Ziel in drei Tagen. Da jedoch zahlreiche Sehenswürdigkeiten an der Strecke liegen, sollte man sich mehr Zeit für diese Reise nehmen, die in Budapest, der Hauptstadt Ungarns beginnt.

1. Tag: Stadtbild wechselt sich mit Dorflandschaft

Haupstadt Budapest erkunden

Budapest liegt an der Donau und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Schon allein hier sollte man sich zwei Tage Zeit nehmen, um die Stadt genauer zu erkunden.

Das Parlamentsgebäude ist eines der prunkvollsten von Europa und sollte unbedingt in einer Sightseeingtour integriert werden. Des Weiteren gibt es die Fischerbastei, das Burgviertel, ein beliebtes Heilbad und zahlreiche Parks.

Markthalle in Budapest

Erste ländliche Gegenden: Erd und Sóskút

Wenn man Budapest verlässt, dann wird es ländlich. Man kommt an den Orten Erd und Sóskút vorbei. Das sind Kleinstädte, die türkische Gemeinde hat hier eine schöne Moschee mit Minarett errichten lassen.

Mit dem Rad wird das Fundoklia Valley erkundet, ein Naturpark mit zahlreichen Landschaftsformen und einem Wildbach.

Sóskút ist ein weiterer Ort an dem Radweg.

Sóskút

Übernachtungsmöglichkeiten

Natürlich gibt es hier auch einige Übernachtungsmöglichkeiten. Man kann die Großstadt Budapest so nach einem Tagesausflug hinter sich lassen und hier auf dem Land die Ruhe genießen. Grüne Hügel mit kleinen Höhlen erstrecken sich links und rechts des Radweges, auch zahlreiche Bauernhöfe kann man aus der Ferne sehen.

Der Schwierigkeitsgrad des Radweges wird hier anspruchsvoller, doch dafür kann man die Natur sehr gut genießen.

2. Tag: Ländliche Idylle und kulturelle Schätze

Biatorbágy

Der nächste Halt der Tour ist in Biatorbágy, einer Kleinstadt, die sich ebenfalls in der ungarischen Tiefebene befindet und die durch einen Anschlag auf einen Schnellzug bekannt geworden ist.

Hier gibt es ein schönes Viadukt am Stadtrand. Dieses Bauwerk kann man mit dem Rad befahren. Es ist Teil des Radweges und man hat einen wunderschönen Ausblick über das Land.

Alcsutdoboz

Alcsutdoboz ist eine Stadt mit vielen antiken Schätzen, wie dem alten Sommerschloss von Platin, welches Joseph von Habsburg gehörte und heute leider nur noch eine Ruine ist. Jedoch sollte man einen Besuch dort in die Radtour integrieren. Die Platanenallee mit ihren steinalten Bäumen steht unter Naturschutz und bietet auch an warmen Sommertagen einen Platz zum Verweilen.

Lovasberény

Die Weiterfahrt gehört über den Ort Lovasberény mit einer alten römisch-katholischen Kirche im Zentrum. Am Marktplatz kann man wunderbar eines der typischen, deftigen ungarischen Gerichte zu sich nehmen. Hier gib es viele Lokale und Restaurants.

Schloss Cziráky

Auch das Schloss Cziráky ist immer wieder einen Besuch wert. Die Fahrt geht weiter durch einen Erholungsort mit dem Namen Velence.

Dieser bietet zahlreiche Unterkünfte als Etappenziel für den Abend. In den kleinen Bars kann man gemütlich den Abend ausklingen lassen.

Traditionelle alte Bauernhäuser in Ungarn

3. Tag: Geschichte und Literatur des Landes erkunden

Sukoró

Sukoró dagegen wird ein Etappenziel des nächsten Tages sein. Hier gibt es eine reformierte Kirche, jede Menge Landschaft und Hügel, sowie wackelnde Steine. Die Stadt ist schon sehr alt und deshalb auch einen Besuch mit dem Rad wert.

Pákozd

Wer dagegen mehr Kultur haben möchte und sich mit der Geschichte des Landes vertraut machen will, der fährt nach Pákozd und schaut sich dort die Militärische Gedenkstätte an. Sie erinnert an die Soldaten des Landes, die vom Jahre 1848 bis heute gefallen sind.

Agárd

Auch Agárd ist wieder ein schöner Erholungsort, in dem man den nächsten Abend verbringen kann. Nun ist man durch viele Naturschönheiten geradelt, hat sich über Hügel gequält und die Sehenswürdigkeiten der Orte bewundert.

In Agárd gibt es das Geburtshaus von Géza Gárdonyis zu bewundern. Das war ein ungarischer Schriftsteller, der leider 1922 in Eger verstorben ist. Er schrieb Erzählungen über das Land und hatte sogar ein Theaterstück. Sein Roman: Mit der Nacht betraut, erschien 1961 in Hamburg auch auf Deutsch.

Im Ort selbst befindet sich neben dem Geburtshaus auch noch ein Thermalbad zum Entspannen und den Nachmittag ausklingen lassen, sowie eine Vogelwarte.

4. Tag: Kur- und Erholungsorte

Gárdony

Und am nächsten Tag geht es weiter nach Gárdony, in einen weiteren Erholungsort.

Velence See

Von da aus ist es dann nicht mehr weit bis zum Velence See, dem Endziel des 170 Kilometer langen Radweges. Er ist der drittgrößte See Ungarns und hat eine Tiefe von nur 1,60 Meter.

Bildnachweise:
Bild 1: Budapest. Bild von Jo Stolp auf Pixabay
Bild 2: Sóskút. Bild von Józsi auf Pixabay
Bild 3: Traditionelle alte Bauernhäuser in Ungarn. Bild von RENE RAUSCHENBERGER auf Pixabay
Bild 4: Markthalle in Budapest. Bild von Arvid Olson auf Pixabay
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