Altmühltalradweg - eine der beliebtesten Fahrradstrecken Deutschlands

Altmühltalradweg – eine der beliebtesten Fahrradstrecken Deutschlands

Der Streckenverlauf von 250 Kilometern Länge von Rothenburg ob der Tauber als Startort bis Kelheim, bzw. im Anschluss bis nach Regensburg folgt der gemächlich dahin fließenden Altmühl.

Beschreibung der Route und Schwierigkeitsgrad

Die gemütlichen Etappen sind ganz entspannt auch für Ungeübte und Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Dabei eröffnen die wunderschöne Landschaft, Kunst und Kultur immer wieder neue Ausblicke und spannende Erlebnisse.

Bei einem Höhenunterschied von 100 Metern auf der Strecke sind nur geringe Steigungen zu bewältigen.

Fortgeschrittene wählen zu Beginn des Fernradweges eine Variante, die über einige Hügel in nordöstliche Richtung zum Quellgebiet führt.

Wer es lieber gemächlicher und leichter angehen möchte, bevorzugt den Streckenverlauf über Neusitz und Geslau. Beide Strecken vereinen sich zur Weiterfahrt Richtung Süden wieder in Colmberg.

1. Tag: von Burg Colmberg nach Treuchtlingen

Etwa 35 Meter über der Stadt thront die mittelalterliche Burg Colmberg. Der Anstieg zu dem mächtigen Bau ist sehr steil. Oben angekommen lohnt ein herrlicher Ausblick dann aber die Mühen.

Ziel der ersten Etappe sollte dann Ansbach sein. Ca. 50 Kilometer von Rothenburg entfernt empfängt Residenzstadt die Radler mit einer bunten Mischung von Adelshäusern und dem Charme reicher Bürgerhäuser. Die historische Altstadt und das prächtige Rokokoschloss entführen in die beeindruckende Welt der Hohenzollern.

Rothenburg ob der Tauber

2. Tag: zum Altmühltsee

Am nächsten Tag radeln Sie durch ländliches Gebiet und haben die Gelegenheit für so manche Rast und Bademöglichkeit am Altmühlsee. Zentrum dieser Region ist Gunzenhausen.

Der Altmühlsee ist dabei ein ideales Freizeitzentrum zum Baden, Relaxen oder für eine kleine Ausflugsfahrt mit dem Personenschiff „MS Altmühlsee“.

Der Tag endet nach 60 Kilometern in Treuchtlingen.

3. Tag: Wunderschönes Altmühltal

Im Anschluss erleben Sie von Treuchtlingen aus eine Grandiose Besonderheit des Altmühltales. Der Fluss schneidet hier tief in die Jurafelsen. Mächtige Felsformationen bilden die „Zwölf Apostel“.

Ein Panoramaweg über die Felsgruppe bietet einen einmaligen Ausblick über das Tal. Der Untergrund besteht aus der dickbankigen Schichtkalke des Treuchtlinger Marmors, einer Gesteinsart des Weißen Jura.

Burgruine bei Pappenheim

Auf der Weiterfahrt grüßt die bedeutendste Burgruine Bayerns bei Pappenheim die Radler. Sie liegt auf einer Anhöhe über einer Schleife des Flusstales. Weiter folgt der Fernradweg den zahlreichen Schlingen der Altmühl zum nächsten Etappenziel, nach Eichstätt.

Eichstätt

Eichstätt

Mit vielen Prädikaten behaftet, wie beispielsweise „glanzvolle Stadt, Barockstadt, Bischofsstadt, gleicht Eichstätt einer Schatztruhe auf dem Weg zum Zielort des Altmühltal Radweges.

Mächtige Fürstbischöfe haben ihren Architekten freie Hand gegeben, für prunkvolle Kirchen und Domherrenhöfe. In prachtvoller Barockkulisse erstrahlen Plätze und Häuser, die in ihren Gebäuden Platz für Hotels, Restaurants und Cafés, Geschäfte, Behörden und die Universität bieten.

Wesentlich schlichter repräsentieren die Jurahäuser mit Baumaterial aus der Umgebung mit Kalkplatten auf den flachen Dächern das andere Stadtbild. Im Spiel mit der historischen Bausubstanz erschufen moderne Architekten in der Neuzeit einen ganz eigenen modernistischen Mikrokosmos beim Umbau und Neubau der Universität.

So präsentiert sich die Stadt mit ihren Besonderheiten in einem spannenden Miteinander von Baustilen und zeitgenössischer Architektur mit einem besonderen Flair.

Willibaldsburg

Überragt wird die Stadt von der geschichtsträchtigen Willibaldsburg. Die wechselvolle Geschichte und unterschiedliche Nutzung der Burganlage hat zu einem ruinösen Verfall einzelner Gebäudeteile geführt.

In der heutigen Zeit hat ein Verein in Verbindung mit der Bayerischen Schlösserverwaltung mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begonnen, die Burg als historisches Kleinod wieder herzustellen und zu erhalten.

Naturpark Altmühltal

Weiter geht die interessante Reise auf dem Altmühltal Radweg zu dem 70 Kilometer entfernten Riedenburg. Der Weg führt jetzt durch den Naturpark Altmühltal, der auf diesem Abschnitt reizvoll als Wacholderheide zeigt. Von einem steilen Felsvorsprung schaut die trutzige Burg Kipfenberg über das Tal.

Beilngries

Mitten im Naturpark öffnen sich die Tore der mittelalterlichen Stadt Beilngries. Wuchtige Stadtmauertürme und eine Altstadt mit liebevoll gestalteten Museen, Straßencafés, Eisdielen und Biergärten lassen bereits einen Hauch südländischen Lebens erstehen. Der Abend gehört dann der „Perle des Altmühltales“, der Stadt Riedenburg.

Riedenburg

Riedenburg

Umgeben von einer fantastischen Landschaftskulisse liegt Riedenburg am Fuße der Rosenburg und der beiden Ruinen Rabenstein und Tachenstein. Die Drei-Burgen-Stadt zieht sowohl Einzelreisende als auch Familien mit ihren Kindern in ihren Bann. Seien es die Burgen, oder der Kanalskulpturenweg, es gibt innerhalb der Stadtmauern unendlich viel Spannendes zu entdecken und zu erleben.

4. Tag: letzte Etappe und das Ende des Radweges

Hier endet der eigentlichen Altmühltal Radweg. Seine Fortsetzung bis Regensburg führt über den Donau-Radweg bis Regensburg, dem letzten Zielort auf der Strecke.

Kelheim

Bei Kelheim mündet die Altmühl in die Donau und ein Blick von der Befreiungshalle, hoch über Kelheim, zeigt noch einmal die ganze Faszination des wunderschönen Altmühltales und das einmalige Naturschauspiel des Donaudurchbruchs durch die Kalkfelsen in der „Weltenburger Enge“.

Regensburg

Jetzt heißt es Abschied nehmen von der lieblichen Altmühl und „Grüß Gott“ im Zielort Regensburg mit seinen markanten Wahrzeichen, der Steinerne Brücke und den gotischen Dom mit seinen Zwillingstürmen.

Bildnachweise:
Bild 1: Altmühltal. Bild von Dieter Ludwig Scharnagl auf Pixabay
Bild 2: Rothenburg ob der Tauber. Bild von Mustafa Makinist auf Pixabay
Bild 3: Eichstätt. Bild von weareaway auf Pixabay
Bild 4: Riedenburg. Bild von Dieter Ludwig Scharnagl auf Pixabay
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