Valentina „Vali“ Höll – der junge Stern des Downhill-Racing

Valentina Höll, besser bekannt als „Vali Höll“, wurde am 11. Dezember 2001 in Saalbach, Salzburg geboren. Bereits seit frühester Kindheit ist sie auf dem Rad unterwegs. Ihr erstes Rennen fuhr sie bereits im Alter von 3 Jahren, welches sie zwar nicht gewann, aber den Grundstein für ihre Leidenschaft legte.

Nachdem sie anfänglich noch mit Ihren Eltern trainierte, die ebenfalls enthusiastische Mountainbiker sind, stieg sie mit 12 Jahren auf die Variante des Downhill, oft auch Bergabfahrt genannt, um.

Diese Disziplin gilt als eine der schwierigeren Radsportarten, da das Fahrrad bei hoher Geschwindigkeit bergab ständig unter Kontrolle gehalten werden muss – vermutlich mangelte es Valentina aus diesem Grund in jungen Jahren an weiblichen Gegnern, weshalb sie gegen männliche Konkurrenten ins Rennen ging.

Heute kann die 20-jährige Racerin zahlreiche Siege für sich beanspruchen: mit 2 Weltmeisterschaftstitel und 15 Weltcup-Erfolgen sieht in ihr niemand mehr die Anfängerin.

Erste Rennen – große Erfolge

Der Werdegang des noch jungen Mädchens war von Anfang an spektakulär: Bereits ein Jahr nach ihrem Einstieg in die Downhill-Welt unterschrieb die damals 13-jährige ihren ersten Sponsorenvertrag, ein 6-Jahres-Vertrag mit YT-Industries, einem deutschen Bikehersteller.

2018

2018 nahm sie das erste mal am UCI-Mountainbike-Weltcup teil und legte dort den Grundstein für eine äußerst vielversprechende Karriere: Sie gewann alle der sieben Radrennen und wurde bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Lenzerheide zur Junioren-Weltmeisterin im Downhill ernannt.

2019

Im Jahr 2019 startete sie wiederrum im UCI-Mountainbike Weltcup, landete in 6 der 8 Rennen Weltcup-Erfolge, in den restlichen belegte sie den zweiten Platz. Trotz dieser „Niederlagen“ in 2 Rennen, errang sie die Erstplatzierung in der Weltcup-Gesamtwertung.

2019 gewann sie ebenfalls wieder die Weltmeisterschaften der Juroren im Downhill. Im selben Jahr wurde sie zusätzlich zur österreichischen Staatsmeisterin in ihrer Disziplin erklärt.

2020

2020 nahm Valentina an Crankworx DH Innsbruck teil – der einzige europäische Tourstopp der großen Crankworx World Tour außerhalb von Frankreich. Sie gewann in der Damen-Eliteklasse und verteidigte somit ihren Staatsmeisterschaftstitel. Außerdem qualifizierte sich das Downhill-Ass somit für das Downhill-Rennen der Elite bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften.

Die WM selbst, welche im österreichischen Leogang stattfand, musste sie jedoch aufgrund einer Verletzung am Fußgelenk, welche sie sich durch einen zu kurzen Sprung beim Training zugezogen hat, absagen und konnte dementsprechend auch nicht am Weltcup teilnehmen.

2021

2021 hatte sich Vali für den Weltcup in Snowshoe gesundheitlich wieder erholt und holte in 4 Rennen nur den dritten Platz, konnte aber durch Siege in den letzten beiden Rennen überzeugen und somit die Gesamtwertung des UCI-Weltcups im Downhill für sich gewinnen.

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Unglücklicher Sturz

Leider stand das Glück bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole in dieser Saison nicht auf ihrer Seite: nach einigen Zwischenbestzeiten stürzte die Salzburgerin kurz vor Schluss, rappelte sich noch einmal hoch und fuhr durchs Ziel – es reichte jedoch nur noch für Platz 12.

Ob sie im August 2022 an der WM in Les Gets teilnehmen wird, ist noch nicht entschieden.

Die Rennteams hinter Vali

2019-2020 startete Valentina Höll als Mitglied des internationalen Teams „Scram TLD Race Team“ an der Seite von Lucas Cruz.

Nach Ablauf des Vertrages mit Scram TLD Race wechselte sie vor Beginn der Saison in 2021 zu „RockShox Trek Race Team“, das Rennteam von Red Bull. Hier ging sie mit Jamie Edmondson, Ethan Shandro und Tegan Cruz ins Rennen.

Auch die nächste Saison wird Vali für „RockShox Trek Race“ bestreiten und hofft auf eine WM-Qualifikation.

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