Tyler Hamilton – der einstige Edelhelfer von Lance Armstrong

Tyler Hamilton war ein US-amerikanischer Radprofi, der vor allem als Teamkollege von Lance Armstrong Bekanntheit erlangte. Der US-Amerikaner zeichnete sich vor allem als Allrounder aus. Sowohl am Berg, als auch als Zeitfahrer galt Tyler Hamilton als talentierter Radsportprofi. Seinen größten Erfolg verzeichnete er für das Radsportteam CSC-Team im Jahr 2003, wo er den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewann.

Vom Skirennfahrer zum Radrennfahrer

Tyler Hamilton ist ein 1971 geborener US-amerikanischer Radrennfahrer. Geboren in Marblehead war Tyler in seiner Jugend als Skirennfahrer aktiv. Beim Mountainbike Training brach sich Hamilton zwei Wirbel, wodurch er seine Karriere als Skifahrer beendete und als Radrennfahrer begann.

Im Jahr 1994 nahm das Team Coors Light Tylor Hamilton in den Profikader auf. Ein Jahr darauf wechselte der amerikanische Kletterer 1995 zum Radteam Montgomery Bell Cycling. Montgomery Bell Cycling Team wurde später in U.S. Postal umbenannt, wo Hamilton einige seiner größten Erfolge einfuhr.

Bekannt war der Radprofi vor allem durch seine Leidensfähigkeit. Hamilton konnte sich am Berg bei Radrennen quälen, was ihn zu einem der besten Bergfahrer im Radzirkus machte.

Die Profijahre bei U.S. Postal

Beim Radsportteam U.S. Postal fuhr Hamilton an der Seite von Lance Armstrong, einem der erfolgreichsten Radsportler der Tour de France. Der Allrounder zählte zu den Edelhelfern und galt vor allem am Berg als wichtiger Tempomacher.

Ebenso beim Zeitfahren, was er im Jahr 1998 mit einem 2. Platz bei einer Zeitfahretappe der Tour de France bewies. Hamilton war mit ein Faktor, warum sich Armstrong mehrere Titel beim populärsten Radrennen der Welt sicherte. Zwischen 1996 und 2001 fuhr Lance Armstrong insgesamt 6 Jahre für das amerikanische Radteam.

Karrierehöhepunkte: Wechsel zum CSC ProTeam

Die größten Erfolge von Tyler Hamilton begannen im Jahr 2002, mit dem Wechsel zum CSC ProTeam.

  • Mit gebrochener Schulter sicherte sich der US-Amerikaner den 2. Platz beim Giro d’Italia hinter Paolo Savoldelli. 2003 errang Hamilton einen Etappensieg bei der Tour de France.
  • Noch höher zu bewerten war der Gesamtsieg beim belgischen Klassiker Liège – Bastogne – Liège sowie der Sieg der Gesamtwertung bei der Tour de Romandie.
  • Ein Jahr darauf konnte sich Tyler Hamilton erneut den Gesamtsieg bei der Tour de Romandie sichern. Der bedeutendste Erfolg von Hamilton war der Olympia-Sieg in Athen.
  • Danach konnte sich der Zeitfahr-Olympiasieger ausgenommen vom Gesamtsieg im Jahr 2008 bei der Tour of Qinghai Lake verzeichnen.

Bei diesen Teams war Tyler Hamilton unter Vertrag

In seiner Profikarriere zwischen 1994 und 2009 fuhr Tyler Hamilton für 8 verschiedene Teams.

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Neben Coors Light, Montgomery Bell Cycling und US-Postal unter anderem für das niederländische Team CSC, Phonak Hearing Systems, Tinkoff Credit Systems und das Rock Racing Team.

Dopingaffäre

Am 11.09.2004 wurde der amerikanische Radrennsportler bei einer Dopingkontrolle positiv getestet. Bei der Spanien-Rundfahrt wurde bei Blutproben das Dopingmittel EPO festgestellt.

Schon nach seinem Olympiasieg am 18.08.2004 wurde Hamilton positiv getestet. Die B-Probe war jedoch negativ. Daher behielt Tyler Hamilton seine olympische Goldmedaille von Athen.

Privatleben

Hamilton ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Boulder. Boulder ist eine US-amerikanische Stadt im Bundesstaat Colorado mit rund 300.000 Einwohnern. Mehr über das Privatleben von Tyler Hamilton gibt es in seinem veröffentlichten Buch „The Secret Race“ zu erfahren.

In diesem Buch schreibt der bis 2009 tätige Radprofi, welche Erfahrungen er nach seiner Dopingaffäre und Depressionen machte. Unter anderem berichtet Hamilton darüber, warum er gedopt hatte. Wesentlicher Grund war, dass die Menschen mehr von ihm sehen wollten als er bieten konnte. Dies war lediglich durch Doping möglich.

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