Klassiker der Radrennen – Tour de Suisse

Die Tour de Suisse gilt als größte Radrundfahrt-Strecke und wichtigstes Etappen-Rennen der Schweiz. Mitte Juni eines jeden Jahres durchgeführt, liegt sie ihrer Bedeutung nach, unterhalb der „Großen Drei“ – Tour de France, Giro d’ Italia und Vuelta a España.

Die Tour de Suisse ist Bestandteil der 2005 eingeführten UCI Pro Tour. Seit dem Jahre 2011 gehört sie der Nachfolgeserie UCI World Tour an.

Beschreibung

Dieses Radrennen beinhaltet neun Etappen, wobei es einen Prolog, ein Zeitfahren und mehrere Etappen, die in die Berge führen, gibt.

Die Tour de Suisse wird von den Radrennfahrern als letzte Vorbereitung auf die Tour de France gesehen, die traditionell zwei Wochen später beginnt. Der Führende der Gesamtwertung darf als Sieger das „Goldene Trikot“ tragen, und zugelassen sind Mannschaften der 1. Und 2. Kategorie.

Geschichte

Die Tour de Suisse weiß seit der ersten Durchführung 1933, sowohl von Rekorden, als auch Dramen zu erzählen – Meilensteine ihrer Geschichte wissen es genau.

Manchmal macht man sich Geschenke ja auch selbst – der Schweizerische Rad- und Motorfahrer-Bund tat es zu seinem 50-Jahr-Jubiläum mit der Tour de Suisse!

Max Bulla sollte der Erste sein, der ihr Glanz verlieh, denn er kam, sah und siegte mit zwei Etappensiegen sowie einem Schluss-Vorsprung von 9:01 Minuten auf den Zweitplatzierten Albert Büchi.

Die 40er Jahre – das italienische Duell

In den 1940-er Jahren gestaltete sich alles schwierig, aber es gelang, die TdS zweimal durchzuführen. 1942 überstrahlte der Stern von Ferdi Kübler alles, denn nach der 2. Etappe übernahm dieser bereits die Gesamtführung.

1947 sollte das Jahr von Gino Bartali und Fausto Coppi werden – Coppi siegte im Zeitfahren über eine Distanz von 60 km von Lausanne nach Genf, während Bartali in den Bergen haushoch überlegen war.

1950 bis 1969 – Die schönsten Jahre des  Schweizer Radsports

Die Jahre von 1950 bis 1969 sollten zu den schönsten des Schweizer Radsports werden.

Die Duelle zwischen Ferdi Kübler und Hugo Koblet gehören zur Blütezeit. Drei Gesamterfolge, elf Etappensiege, einen zweiten Platz und 14 Tage im Goldenen Trikot – die Bilanz von Kübler & Koblet konnte sich sehen lassen!

1952 wurde das Jahr von Pasquale Fornara, denn im Monthey – Crans-Montana-Zeitfahren eroberte er das Leader-Trikot und doppelte 1954 nach.

1957 und 1958 folgten weitere Triumphe, und Fornara, der auch als „Fahrer mit dem leichten Tritt“ bekannt wurde, avancierte zum Rekordsieger der TdS.

Im Jahre 1972 gewinnt Louis Pfenninger und wird zum „Monsier Tour de Suisse“ deklariert. Ein Titel, der seinem Leben eine erfreuliche Wendung bringen sollte, denn er fühlte sich fortan wie ein Star behandelt!

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1974 – das Jahr des Eddy Merckx

Der belgische „Überflieger“ zwang die Konkurrenz in die Schranken. Mit 525 Siegen als erfolgreichster Radprofi aller Zeiten gefeiert, zwang der belgische „Überflieger“ die Konkurrenz in die Schranken.

Er zeigte sich auch nach dem fünften Giro-Gesamtsieg immer noch nicht müde – das Leader-Trikot vom Prolog bis zur Schlussetappe, Erster im Bergpreis, der Kombinations- und Punktewertung sowie drei Etappenerfolge – so die Bilanz!

Beat Breu – mehr als coole Sprüche

Der „Bergfloh“ erfreute sich dank seiner flotten Sprüche nicht nur einer großen Popularität, sondern eroberte 1981 auch das Leader-Trikot im Bergzeitfahren Solothurn – Balmberg. Allerdings nur für kurze Zeit, denn schon zwei Tage später musste er an seinen Teamkollegen Godi Schmutz abtreten – Grund war, eine missdeutete Teamorder!

„De Gopfried isch für mich gschtorbe.“ – so sein Kommentar! Jedoch korrigierte Breu die Situation im Lugano-Bergzeitfahren.

Beat Breu feierte acht Jahre später, seiner elften Teilnahme, den zweiten Tour de Suisse-Triumph.

1990 bis 2009 – von der „einfachen“ Rundfahrt zum großen Event!

Nach der Jahrtausendwende war es Fabian Cancellara, der die Tour de Suisse als Jahrhunderttalent prägte – vom Zeitfahrspezialisten zum Gesamtsieger. Im Jahre 2009 sicherte sich Cancellara im Zeitfahren der letzten Etappe noch den Gesamtsieg der TdS und der letzte Gesamtsieg eines Schweizers!

Sein letzter Etappensieg im Jahre 2016 ließ ihn endgültig in die Hall of Fame der Radrennfahrer aufsteigen, denn er schloss zu den legendären Fahrern Kübler und Koblet auf und belegte mit ihnen zusammen, mit sage und schreibe 11 Etappensiegen, hinter Radrennfahrer Peter Sagan, die 2. Platzierung in der Bestenliste.

Die Tour de Suisse blieb auch für die ganz großen Namen attraktiv – Lance Armstrong, Sean Kelly und Jan Ullrich gewannen!

Peter Sagan

In den Jahren 2010 bis 2021 dominiert ein Name: Peter Sagan

Der Sprint-Spezialist holt sich seit dem Jahre 2011 17 Etappensiege – das ist einsamer Rekord! Des Weiteren gewinnt er auch seit 2011 bis dato, mit der Ausnahme von 2016, das Punkte-Klassement – auch das ist einsamer Rekord!

Die Suche nach neuen Wegen

Das Jahr 2020 führte zur ersten Absage nach dem 2. Weltkrieg. Mit der Weltpremiere THE DIGITAL SWISS 5, einem digitalen Profi-Rennen, gelingt ein Coup, der fünf Rennen, fünf Siege sowie fünf Tage Radrennen auf höchstem Niveau verbindet. Cycling Unlimited verspricht eine neue Plattform zu werden – für den Radrennsport, die Profi-Teams aus 19 Ländern und auch die Fans auf der ganzen Welt!

Alle Zeichen stehen auf NEU, denn vom 12. bis 21. Juni 2022 geht es wieder um die Krone des Schweizer Radsports.

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Bildnachweise:
Bild 1: Tour de Suisse. Bild von Th G auf Pixabay
Bild 2: Peter Sagan. Bild von Rich Toze auf Pixabay
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