Thor Hushvod – Leben, Erfolge, wichtigste Karrierehöhepunkte

Im Laufe seiner Radsportlaufbahn hat Thor Hushovd viele Karrierehöhepunkte erlebt und einige wichtige Radrennen für sich entschieden. Geboren wurde der große Sportler am 18. Januar 1978 in der kelinen norwegischen Küstenstadt Grimstad.

Jugend und erste Profijahre

Im Alter von 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des Sprinters/ Klassikerspezialisten.

  • 1998 gewann er während der Straßenweltmeisterschaften in den Niederlanden im Einzelzeitfahren den U23 den Titel.
  • 1999: Im Jahr darauf fuhr er als Gastfahrer (Stagiaire) für das französische Radsportteam Credit Agricole und 2000 erhielt Hushovd seinen ersten regulären Profivertrag.
  • 2000: Während der im Jahr darauffolgenden Tour de France gewann der Norweger das Mannschaftszeitfahren mit seinem Team und erregte so erstmalig größere Aufmerksamkeit.
  • 2001: Nur ein Jahr später gewann Hushovd im Sprint eine Etappe der Tour de France 2002. Im gleichen Jahr wurde er zudem norwegischer Meister im Einzelzeitfahren.
  • 2003 wiederum wurde Hushovd Gesamtsieger des belgischen Eintagesrennen Grote Prijs Jef Scherens und gewann eine Etappe der Dauphiné Libéré, einem Vorbereitungsrennen der Tour de France.
  • 2004 gewann er die französischen Eintagesrennen „Classic Haribo“, „Grand Prix de Denain“ und „Tour de Vendée“ und wurde weiterhin norwegischer Meister im Einzelzeitfahren und Straßenrennen.

Wendepunkt: Tour de France 2004 und 2005

  • 2004 errang Hushovd das Gelbe Trikot der Tour de France 2004 nach der zweiten Etappe. Nur einen Tag später musste er dieses jedoch wieder abgeben.
  • Abseits der Tour de France konnte der Radsportprofi Erfolge feiern.
  • Neben vereinzelten Etappensiegen bei unterschiedlichen Etappenrennen gelang Hushovd der Sieg in der Gesamtpunktwertung der Tour de France 2005, ein Triumph für den Fahrer mit den meisten Punkten aller Etappen – sein Karrierehöhepunkt bis dato.

Erfolgsreichste Jahre und wichtigste Rennen

2006: neue Höhepunkte

Einen weiteren großen Erfolg feierte Thor Hushovd 2006.

  • Im Frühjahr gewann er als erster norwegischer Radrennprofi das belgische Straßenrennen Gent-Wevelgem – ein weiterer Karrierehöhepunkt.
  • Nur wenige Zeit später gewann er überraschenderweise die Auftaktetappe sowie die Schlussetappe „Champs Elysées“ der Tour de France 2006.
  • Er konnte zudem Etappensiege bei der Katalonien-Rundfahrt, dem Radrennen Tirreno-Adriatico und der Vuelta a Espana erzielen.

2007: „nur“ ein Etappensieg

2007 konnte er vorerst nicht an frühere Erfolge anknüpfen und gewann nur eine Etappe der Tour de France.

2008: wieder erfolgreich

2008 hingegen verlief für Hushovd erfolgreicher.

  • So gewann er einzelne Etappen unter anderem bei der Mittelmeer-Rundfahrt, dem Rennen „Vier Tage von Dünkirchen“
  • und der Tour de France
  • sowie das Auftaktrennen der Tour Paris-Nizza und der Katalonien Rundfahrt.

2009: Cervélo TestTeam

Für das neue Jahr wechselte Hushovd den Rennstall und ging ab 2009 für das ehemalige Schweizer Radsportteam Cervélo TestTeam an den Start.

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  • 2009 wiederholte er einen seiner größten Erfolge – er gewann das grüne Trikot der Tour de France für die beste Punktewertung zum zweiten Mal.
  • Weitere Etappensiege bei der Kalifornien-Rundfahrt, der Katalonien Rundfahrt, der Tour du Poitou Charentes und der Tour of Missouri sowie der Gesamtsieg beim belgischen Radrennen Omloop Het Nieuwsblad.

2010: „Sportler des Jahres“

  • Es folgten 2010 zwei Etappensiege, jeweils einer bei der Tour de France und einer bei der Vuelta a Espana.
  • Erneut wurde er norwegischer Meister
  • und erstmalig Weltmeister im Straßenrennen.

Im Jahr 2010 gewann Thor Hushvod die Aftenposten-Goldmedaille, eine Auszeichnung der norwegischen Zeitung Aftenposten und wurde gleichzeitig zu Norwegens „Sportler des Jahres“.

Letzte Karrierestationen

2011: Team Garmin-Cervélo

  • Ein Jahr später fuhr Hushovd für das US-amerikanische Radsportteam Team Garmin-Cervélo und gewann Etappen bei der Tour de Suisse, der Tour de France und der Tour of Britain.
  • Während der Tour de France schaffte er es das gelbe Trikot über mehrere Etappen zu verteidigen.

2013: BMC Racing Team

Nach einem Jahr ohne Erfolge für das US-Radsportteam BMC Racing Team schaffte er 2013 ein letztes, erfolgreiches Jahr.

  • Im Trikot seines letzten Arbeitgebers gewann Thor Hushovd jeweils Etappen des französischen Straßenrennens Tour du Haut Var, der Österreich Rundfahrt, der Polen Rundfahrt und der Tour of Beijing
  • Er wurde erneut norwegischer Meister im Straßenrennen und
  • zu guter Letzt gewann er zwei Etappen als auch die Gesamtwertung des Arctic Race of Norway, entlang des Polarkreises und Nordnorwegens.

2014: Ende der Profikarriere

Im Sommer 2014 verkündigte Thor Hushvod das Ende seiner Radsport-Laufbahn. Eine Viruserkrankung von 2012 verhinderte, dass er seit dem jemals an seine Bestform anknüpfen konnte.

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