Italienischer Radrennfahrer Stefano Zanini – ein Leben voller Erfolge

Seine Profijahre verbrachte dieser italienische Sportler auf den Rennstrecken in aller Welt und erzielte Erfolge, die auch heute viel Bewunderung in der Radsportszene ernten. Wie hat das alles angefangen und wurde er auch des Dopings überführt – alles über die Karriere des erfolgreichen Italieners.

Anfang der Karriere

Im Alter von 22 Jahren begann die Profilaufbahn von Zanini. 1991 ging er zunächst für das italienische Radsportteam Italbonfica-Navigare (heute: Bardiani CSF Faizané) an den Start. Insgesamt fuhr er vier Jahre (1991 bis 1994) für Navigare.

Bis zu seinem ersten Karrierehöhepunkt musste er sich ein Jahr gedulden. 1992 gewann er das Eintagesrennen „Coppa Sabatini“, ein italienisches Straßenradrennen in der Region Pisa. Es war sein erster wichtiger Sieg als Profi.

Noch im gleichen Jahr gewann er jeweils eine Etappe der Apulien-Rundfahrt und der Portugal-Rundfahrt „Volta a Portugal“. 1993 verlief für Zanini ohne nennenswerte Erfolge im Trikot von Navigare.

Die wichtigsten Rennen

 1993: Giro dell´Etna und Giro d´Italia

Im letzten Jahr für Navigare gewann Zanini den Giro dell´Etna, ein über 190km langes Straßenradrennen rund um den Vulkan Ätna auf Sizilien. Weiterhin erzielte er zwei Etappensiege, jeweils einen beim Radrennen „Tirreno-Adriatico“ (auch bekannt als „Rennen zwischen den Meeren“) und bei dem Straßenrennen „Giro d´Italia“.

1995-1996: Coppa Bernocchi, Milano – Sanremo, Amstel Gold Race

1995 und 1996 fuhr Zanini für das italienische Radsportteam Gewissen-Ballan. Im ersten Jahr gewann er direkt das Eintagesrennen „Coppa Bernocchi“ und das älteste, noch existierende Eintagesrennen der Welt.

Zudem wurde er im gleichen Jahr Dritter beim längsten Eintagesrennen Milano – Sanremo.

1996 folgte der Sieg beim Amstel Gold Race in den Niederlanden (er ist zudem der erste Italiener, der dieses Rennen für sich entschiéiden konnte) sowie Etappensiege bei der Katalanischen Woche sowie der Baskenland – Rundfahrt in Spanien.

1997-2002: im neuen Trikot fürs Team Mapei

Von 1997 bis 2002 unterstütze Stefano Zanini das internationale Radsportteam Mapei.

  • Im neuen Trikot gewann er das Radrennen Gran Premio Bruno Beghelli.
  • Darüber hinaus konnte er zwei Etappen der Baskenland – Rundfahrt für sich entscheiden.
  • 1998 gewann Zanini das Eintagesrennen Paris – Brüssel und eine Etappe der Radrenntour „Drei Tage von De Panne“ ein Radsportevent in Belgien.
  • 1999 konnte er Etappe bei der Valencia – Rundfahrt für sich entscheiden, verpasste in diesem Jahr aber weitere Erfolge.
  • 2000: Nur ein Jahr später triumphierte Zanini bei verschiedenen Etappen. So gewann er unter anderem die prestigeträchtige, letzte Etappe der Tour de France sowie jeweils eine Etappe bei der Tour de Suisse und erneut bei der Baskenland – Rundfahrt.
  • 2001 und 2002 folgten weitere, einzelne Etappensiege.

2003: Team Saeco

2003 ging Stefano Zanini für das Profiradsportteam Saeco an den Start und gewann die Wachovia USPRO Championship, ein US-amerikanisches Straßenradrennen auch bekannt unter dem Namen Philadelphia Cycling Classic.

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2004-2005: Team Quick Step

Seine letzten Erfolge als Radsportprofi erzielte er im Trikot von Quick Step (2004 – 2005).

Er gewann 2004 eine Etappe der Tour of Britain und er gewann 2005 als letzter die Intergirowertung der Giro d´Italia.

Das Ende der Profikarriere

Für die Radsportteams Liquigas und Predictor-Lotto konnte Stefano Zanini keine nennenswerten Erfolge einfahren. Es folgte 2007 der Rückzug aus dem aktiven Radsport.

Karriere als sportlicher Leiter

2008 begann seine Laufbahn als Sportdirektor für das belgische Radsportteam Silence-Lotto. Dieser Tätigkeit ging er auch in den folgenden Jahren weiter nach. 2009 erfolgte der Wechsel zum spanischen Radsportteam Fuji / Footon / Geox.

Unter der sportlichen Leitung von Zanini gewann das Team 2001 die Vuelte a Espana. Seit 2013 ist er nun für das kasachische Radsportteam Astana als sportlicher Leiter tätig.

Dopingverdacht

2013 wurde durch den Französischen Senat ein Untersuchungsbericht veröffentlicht, welcher Zanini als einen von zwölf Verdächtigen auflistet.

Eine neue Untersuchungsmethode überführte 18 Fahrer, welche positiv auf EPO (Erythropoetin) getestet wurden. Im Zuge der Ermittlungen der Tour de France 1998 geriet auch Zanini zum Kreis der Verdächtigen.

Es blieb jedoch beim Verdacht auf Doping. Stefano Zanini konnte nie des Dopings überführt werden.

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