
Gilles Delion ist früherer französischer Radrennfahrer, welcher im Jahr 1990 zwei große Siege für sich erzielen konnte. Zum einen ist er Gewinner der Nachwuchswertung der Tour de France, zum anderen wurde er Bester beim Giro di Lombardia. Seine vielversprechende Profikarriere beendete er freiwillig im Alter von 29 Jahren.
Im Alter von 19 Jahren gewann er sein erstes Straßenrennen in seiner Heimatstadt.
1988 war damit Schluss, der Hauch von Freiheit, Abbruch des Studiums und Beitritt in den professionellen Radsport in das Team Weinmann – La Suisse. Ein Jahr später der Wechsel zum Team Helvetia–La Suisse. Der Beginn seiner großen Karriere im Jahr 1990.
Zunächst gewann er eine Etappe beim Critérium (Kriterium) und stand auf dem Podium in Mailand-Turin, der Tour du Lazio sowie der Tour d’Emilie. Hier belegte er den fünften Platz in der Endwertung. Doch erst als bester Youngster 1990 wurde er hingegen international bekannt.
Die 77. Tour de France fand in der Zeit vom 30. Juni bis 22. Juli statt. Sie führte auf 21 Etappen über 3504 Kilometer. Insgesamt nahmen 198 Rennfahrer an der Rundfahrt teil. In der Nachwuchswertung, die seit 1975 ausgetragen wird, konnte sich Delion bei den unter 25-Jährigen als bester Fahrer im Gesamtrang beweisen. Er wurde Gewinner dieses etablierten Nachwuchsrennens.
Im gleichen Jahr, am 20. Oktober, fand das letzte große Radrennen der Saison die 84. Lombardei-Rundfahrt statt. Dieses italienische Eintagesrennen gehört zu den fünf Klassikern des Radsports. Die Strecke umfasste 246 Kilometer und startete in Monza mit insgesamt 28 Teams. Mit einer Zeit von 6 Stunden, 11 Minuten und 45 Sekunden gewann Delion dieses kraftaufwendige Straßenrennen.
Zwei großartige Siege in einem Jahr. Der Erfolgsweg war geebnet.
Viele zusätzliche kleinere Erfolge und Siege konnte er für sich verzeichnen, als er im Jahr 1996 aus dem Team Aki-Gipiemme-Safi (Italien) ausschied und seine Karriere freiwillig beendete.
Grund: Die Einnahme von Dopingmitteln war zu jener Zeit im Radsport stark verbreitet. Delion lehnte jegliches Doping gleich in welcher Form heftigst ab. Er sah hierin nicht nur einen „Betrug des eigenen Leistungsvermögens“. Er wurde wegen dieser Anti-Doping-Haltung von seinem Team verachtet. Später schrieb Willy Voet in seinem Buch „Massacre à la chaîne“, dass andere Radsportler Delion dafür „lächerlich machten“.
Nach dem Teamaustritt beendete er den Radsport jedoch nicht. Er begann professionell mit dem Mountainbiken. Hier konnte er ebenso punkten und gewann das Rennen von Forrestière, wie ebenso im darauffolgenden Jahr.
Im Jahr 1999 wurde er 8. bei den französischen Mountainbike-Meisterschaften und beteiligte sich an der Gründung des Chambéry-Ausbildungszentrums.