
Felice Gimondi war einer der besten Radrennfahrer seiner Zeit. Der Italiener gewann 1965 die Tour de France und ist einer der wenigen Fahrer, welche in der Geschichte des Radsports die Tour de France, den Giro d’Italia und die Vuelta a España gewannen. Er überzeugte jedoch nicht nur bei den großen Rundfahrten, sondern war auch bei zahlreichen Eintagesrennen erfolgreich.
Bis heute gilt Felice Gimondi als einer der besten Radrennfahrer, die Italien je hervor gebracht hat.
Der ehemalige Radprofi Felice Gimondi wurde am 29. September 1942 in Sedrina in der italienischen Provinz Bergamo geboren. Sein erstes Fahrrad bekam der ausgezeichnete Zeitfahrer und Kletterer von seinem Vater im Alter von sieben oder acht Jahren.
Die Erinnerungen an den Beginn seiner Leidenschaft für den Radsport waren jedoch weniger gut. Als der junge Gimondi auf sein neues rotes Rad aufstieg gab es gleich einen Sturz, bei dem er sich den Zahn ausbrach.
Am Weitermachen gehindert hatte ihn dieser Sturz jedoch nicht. Seine Fähigkeiten am Rad eignete sich der frühere italienische Radprofi bereits in jungen Jahren an, als er für seine Mutter Briefe und Pakete auslieferte. Gimondis Mutter arbeitete bei der Post in Sedrina, wodurch Felice Gimondi regelmäßig mit dem Rad Briefe und Pakete auslieferte. Dieses Training verhalf dem Italiener bereits in seiner Jugend zu einer ausgezeichneten Kondition.
Die Tour de l’Avenir war eine Art Tour de France für Amateure. Durch den Gewinn dieses Radrennens konnte der italienische Jungprofi bei den Profiteams auf sich aufmerksam machen. So konnte Gimondi im Jahr 1965 im Alter von 22 Jahren beim Team Salvarani seinen ersten Profivertrag unterschreiben.
Ursprünglich war der Italiener nicht für die Tour de France 1965 als Fahrer vorgesehen. Doch durch einen Ausfall eines anderen Fahrers erhielt der junge Radprofi noch die Möglichkeit, beim wichtigsten Rennen der Welt teilzunehmen.
Mit drei Etappensiegen wurde Felice Gimondi überraschend der Gesamtsieger der Tour de France 1965. Er war mit 22 Jahren einer der jüngsten Radrennfahrer, die je die Tour de France gewonnen hatten. Von diesem Zeitpunkt an galt Felice Gimondi als Nationalheld und sollten den italienischen Radsport-Fans in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten.
Im Jahr 1966 bewies der Italiener, das nicht nur bei großen Rundfahrten mit ihm zu rechnen war. Er gewann die Klassiker Paris-Roubaix und Paris-Brüssel sowie eine Etappe bei der Tour de Romandie.
1967 war Felice Gimondi bei der nächsten wichtigen Rundfahrt erfolgreich. Er gewann die Gesamtwertung des Giro d’Italia. Neben 1967 war der italienische Radprofi auch in den Jahren 1969 und 1976 beim Giro d’Italia erfolgreich.
Insgesamt konnte der aus Sedrina stammende Radrennfahrer zahlreiche Siege verbuchen. Unter anderem auch bei der Vuelta a España im Jahr 1968. Damit ist Felice Gimondi bis heute einer der wenigen Fahrer, welche alle drei großen Rundfahrten gewannen.
Dabei stellte Gimondi stets seine Qualitäten als hervorragender Zeitfahrer unter Beweis. Im selben Jahr gewann der Italiener die italienische Straßen-Meisterschaft.
Im Jahr 1969 konnte der italienische Radprofi zum ersten Mal auch die Tour de Romandie gewinnen. 1972 kam der Gesamtsieg bei der Katalonien-Rundfahrt hinzu.
1973 wurde Gimondi zudem Straßenrad-Weltmeister gekürt. Giro di Lombardia, Mailand–Sanremo neben den großen Rundfahrten sicherte sich der Italiener mehrere Siege bei den großen Klassikern.
Die letzten Siege gelangen Felice Gimondi im Jahr 1976 mit dem Gewinn des Giro d’Italia und Paris–Brüssel. Im Jahr 1979 beendete der italienische Radsportheld seine aktive Karriere als Radprofi.
Wäre der Belgier Eddy Merckx nicht zum selben Zeitpunkt Radprofi gewesen, wäre die Liste an Siegen vermutlich noch wesentlich länger.