Radrennfahrer Fabian Cancellara – Olympiasieger und Weltmeister

Der Rennradfahrer Fabian Cancellara hat im Radsport alles erreicht, wovon ein Sportler träumen kann. So wurde er Olympiasieger und Weltmeister. Darüber hinaus ist er eine spannende Persönlichkeit.

Kindheit und Jugend

Er wuchs in der Schweiz auf. So wohnte er in seiner Kindheit und Jugend in der Gemeinde Wohlen, welche sich bei Bern befindet. Bereits in seiner Kindheit war er sportlich aktiv. So spielte er vor allem Fußball. Im Jahre 1993 begann er im Alter von bereits zwölf Jahren einzelne Radrennen zu bestreiten.

Nach dem Ende seiner Schulzeit begann er im Jahre 1997 eine Lehre als Elektromonteur.

Erster Zeitfahrrad und erste Erfolge

Zugleich blieb er dem Radsport treu. So erhielt er im Jahre 1998 erstmals ein Zeitfahrrad. Dabei war er gleich zu Beginn im Zeitfahren besonders erfolgreich. So gewann er bei den „Schweizer Junioren Meisterschaften“ mit einem sehr großen Vorsprung.

Schließlich wurde er im Jahr 1998 bei den Weltmeisterschaften Juniorenweltmeister im Zeitfahren. Diesen Triumph wiederholte er ein Jahr später. Für diese Preise wurde er in den jeweiligen Jahren von der Schweizer Sporthilfe als Nachwuchsathlet des jeweiligen Jahres ausgezeichnet.

Interesse der ausländischer Teams

Zu dieser Zeit fuhr er bereits für die Berner Radsport Gruppe, die sich Schaller nannte. Durch seine internationalen Titel rückte er jedoch ebenfalls in das Blickfeld viele ausländischer Teams. Besonders das italienische Radprofiteam Mapei-Quickstep zeigte dabei besonderes Interesse.

Das Radfahren nahm durch diese Erfolge und Aktivitäten einen immer größeren Platz in seinem Leben ein. Aus diesem Grund brach er im Jahre 2000 seine begonnene Lehre zum Elektromonteur nach einer langen Bedenkzeit ab.

Im selbigen Jahr stieß er im Herbst nun endgültig zum italienischen Radprofiteam Mapei-Quickstep.

Meilenstein zu Ehren von Fabian C.

Profijahre

Erfolge im Team Mapei-Quickstep

In diesem Profiteam wurde er zunächst in kleinen Rennen eingesetzt. Dabei konnte er bereits in seinem ersten Jahr als Radprofi in diesem Team bedeutende Radrennen gewinnen. So konnte er die Gesamtwertung der sogenannten Rhodos-Rundfahrt und auch den Prolog gewinnen.

Zugleich konnte er auch wieder im Zeitfahren seine Stärken ausspielen. So wurde er Schweizer Zeitfahr-Meister. Nach einigen positiven Dopingproben im Team stellte Mapei das Sponsoring der Mannschaft ein und Fabian Cancellara wechselte zu Fassa Bortolo.

Erfolge im Team Fassa Bortolo

Seine Profijahre setzte er daher in diesem Team fort. Bis zum Jahre 2005 feierte er viele weitere zahlreiche Erfolge mit diesem Team.

2006: Erster Weltmeistertitel

Ein Karrierehöhepunkt stellte schließlich sein erster Weltmeistertitel im Jahre 2006 dar. So gewann er im Jahr 2006 bei der Weltmeisterschaft in Salzburg seinen ersten Weltmeistertitel im dortigen Zeitfahren.

Anzeige

Er gewann hier mit einem Vorsprung von 90 Sekunden auf den Zweitplatzierten und wurde daher Weltmeister.

In den nächsten Jahren holte er zahlreiche weitere Titel. So gewann er unter anderem bei der Tour de France einige Etappen.

Familiengründung und Trainingsrückstand

In seinem privaten Umfeld heiratete er im Jahr 2006 und wurde erstmals Vater. In dieser Phase seines Lebens hat er aufgrund der familiären Situation nach seinen eigenen Aussagen weniger Motivation für das tägliche Training auf dem Fahrrad.

Hierdurch kam es zu einem vom Trainingsrückstand, welcher sich bei den anschließenden Rundfahrten im Jahr 2007 bemerkbar macht.

2007: Wieder im Sattel

Im Jahr 2007 nahm er wieder an der Weltmeisterschaft in Stuttgart teil. Hier verteidigte er seinen im Jahr zuvor erlangten Weltmeistertitel und gewann wiederum das Zeitfahren mit einem Vorsprung von 52 Sekunden auf den Zweitplatzierten.

Olympiasiege 2008 und 2016

Der maßgebliche Karrierehöhepunkt für ihn stellte der Olympiasieg im Jahre 2008 dar. So gewann er am 13. August im Jahre 2008 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Einzelzeitfahren. Auch hier siegte er mit einem deutlichen Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Schließlich konnte er im Jahr 2016 ebenfalls noch mal einen Olympiasieg feiern. Bereits ein Jahr davor kamen die gesundheitlichen Probleme. Nach seinem wiederholten Olympiasieg 2016 kam es schließlich zum Ende seiner fantastischen Karriere.

Bildnachweise:
Bild 1: Meilenstein zu Ehren von Fabian C. Bild von Ivan Trigueirinho ivantrig auf Pixabay
Weiterführende Beiträge