
Dschamolidin Abduschaparow gilt seit Langem als einer der besten und zugleich gefürchtetsten Sprinter im Radprofisport. So kann er sich gerade auf den letzten und entscheidenden Metern einer Etappe häufig durchsetzen. Er wurde von seinen Radsport Kollegen häufig als der Sprinter ohne Furcht bezeichnet.
Es handelt sich bei ihm nicht gerade um den beliebtesten Radfahrer. So sorgte er gerade bei den Zieleinkünften in Form von Massensprints immer wieder für heikle Situation unter den Radfahrern.
Neben dem Radsport befasste er sich ausgiebig mit der Züchtung von Tauben. Bei Dschamolidin Abduschaparow handelt es sich auch deshalb um eine interessante Persönlichkeit, die es näher kennenzulernen gilt.
Dschamolidin Abduschaparow wurde am 28. Februar des Jahres 1964 in Taschkent geboren. Im Alter von grade mal zwölf Jahren begann er mit dem spezifischen Wettkampftraining als Radsportler.
Bereits im Jahre 1938 wurde er Teil der sowjetischen Nationalmannschaft als Straßenfahrer. Er bestritt bereits in jungen Jahren zahlreiche Rennen. Bei diesen ist er durch seine extreme Antrittsschnelligkeit aufgefallen.
So entschied er ebenfalls bereits in jungen Jahren die sowjetischen Landesmeisterschaften. Dabei bewies er bei zahlreichen Rennen, dass er nicht nur ein Sprinter ist. Vielmehr konnte er auch in diversen Gesamtwertungen bei verschiedenen Rennen gute Plätze erzielen.
Im Jahr 1988 belegte er den fünften Platz bei den Olympischen Spielen in Seoul. Dies stellte bereits einen frühzeitigen Karrierehöhepunkt für ihn dar.
Anschließend erzielte er auch weiterhin erfolgreiche Ergebnisse im Radsport.
Allerdings wurde er beispielsweise bei der Friedensfahrt bei der Strecke Cottbus-Halle wegen seines damaligen nicht korrekten Fahrens auf den letzten Platz strafversetzt. Sein eigentliches gutes Resultat verlor er damit wieder.
Die Strafe resultierte daraus, dass er durch sein starkes Hin – und Herreißen seines Lenkers des Rennrads seinen Ellbogen weit nach außen bewegte und hierdurch seine Mitfahrer zu Fall brachte.
Außerdem stellte sich bei dieser Rundfahrt heraus, dass er verbotene Substanzen seinem Körper zugeführt hatte. So konnte man ihm nachweisen, dass er das damals verbotene anregende Mittel für das Herzkreislaufsystem Ephidrin eingenommen hatte. Für diese Handlung wurde er zu drei Monaten Sperre verurteilt.
Nach diesen Vorfällen entschied er sich den bisherigen Status als Amateur endgültig aufzugeben und zu einem zu einem professionellen Team zu wechseln.
In seinem ersten Jahr als Berufsfahrer im Jahre 1990 konnte er sich in seinem Team Alfa Lum noch nicht entscheidend durchsetzen.
Allerdings konnte er beispielsweise bei der Tour de France in der Sprintwertung auf Platz 15 landen. Insgesamt landete er auf Platz 145.
Bei dem zuvor ausgetragenem Giro d’Italia hatte er den 132. Platz belegt.
Im Jahr 1991 wechselt er schließlich in das Carrera-Team. Innerhalb dieses Teams konnte er bereits vor der großen Frankreichrundfahrt fünf Gesamtsiege erlangen. Die Tour selbst wurde für ihn zu einem großen Erfolg. Er gewann neben zwei Etappen der Tour de France auch das grüne Trikot.
Er wurde damit bei der Rundfahrt zum besten Sprinter ernannt, was einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere im Radsport darstellte.
Auch in weiteren Rundfahrten (wie beispielsweise Spanien-Rundfahrt) konnte er seine herausragenden Sprintqualitäten weiter unter Beweis stellen. So erzählte er auch dort die meisten Punkte für das Sprinttrikot.
Allerdings zog er sich bei der Zielankunft in Paris durch einen schweren Sturz einen Schlüsselbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zu.