
Domingo Perurena Telletxea wurde am 15. Dezember 1943 in Oiartzun, einer kleinen Gemeinde in der spanischen Provin Guipúzcoa in der Autonomen Region Baskenland, geboren und gilt als der bekannteste Sohn der Stadt.
Seine Karriere begann als Amateur, hier errang er auch seine erste Medaille, bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1965 in Lasarte-Oria konnten er und sein Team im Mannschaftszeitfahren über 100 Kilometer die Silbermedaille erringen.
Hier trat er als Team mit Ventura Diaz Arrey, José-Manuel Lopéz Rodríguez und José Manuel Lasa an, letzterer stammt ebenfalls aus der Kleinstadt Oiartzun und ist ein langjähriger Wegbegleiter von Domingo Perurena.
Im darauffolgenden Jahr 1965 bot sich Perurena die Möglichkeit, im Alter von 22 Jahren seine Profikarriere zu starten.
Der erste Sieg erfolgte bereits ein Jahr nach seinem Debüt im Frühjahr 1966 beim Rennen von Bordeaux nach Saintes, wo er sich vor den beiden Franzosen Raymond Delisle und Maurice Laforest platzieren konnte.
Im selben Jahr debütierte er beim Sechstagerennen von Madrid, wo er gemeinsam mit José Manuel Lopez Rodriguez den dritten Platz erreichte. 1970 konnten die beiden Fahrer das Sechstagerennen als Bestplatzierte abschließen.
Auch in den Folgejahren konnte sich Perurena als Radrennfahrer etablieren, vor allem in Spanien und Frankreich konnte er zahlreiche Rennen siegreich absolvieren.
1967 errung er den Sieg bei der Setmana Catalana de Ciclisme.
Einen weiteren Erfolg konnte er 1968 im Rennen Barcelona-Andorra für sich verbuchen.
Jeweils in den Jahren 1969 und 1970 stand der Sieg beim Gran Premio de Llodio zu Buche.
Als eines der erfolgreichsten Jahre von Perurena gilt das Jahr 1972, hier konnte er die bekannte Valencia-Rundfahrt gewinnen, mit einer Anzahl von 30 Siegen stellt das Jahr 1972 zudem den Höchstwert seiner Karriere dar.
An die großartigen Leistungen aus dem Jahr 1972 konnte er anschließen, gewann einerseits die Katalonien-Rundfahrt, andererseits auch den GP de Navarra und zusätzlich den Großen Preis Miguel Indurain.
Als einer der Höhepunkte seiner langjährigen Karriere konnte Perurena im Jahr 1974 das Critérium du Dauphiné Libéré (Bergwertung) an der Strecke von Rhone-Alpes bis Chalon-sur-Saône der Tour de France vor den Belgiern Frans Van Looy und Lieven Malfait für sich entscheiden.
An der UCI-Straßen-Meisterschaft Spaniens nahm Perurena insgesamt fünf Mal teil, wobei er im Jahr 1974 Platz acht erreichte. In den Jahren 1973 und 1975 zeigte er großartige Leistungen, wodurch er beide Meisterschaften als Sieger abschließen konnte. Weitere Siege waren 1971 und 1977 die Klasika Primavera.
Weitläufig bekannt sind vor allem seine 14 Starts bei der Vuelta a España, hier konnte er in den Jahren 1972 und 1974 die Punktewertung als Sieger abschließen, wobei er 1972 ganze elf Tage in Folge das gelbes Trikot des Gesamtführenden tragen konnte, 1974 waren es immerhin noch sieben Tage.
1975 konnte er anschließend noch einen zweiten Platz seiner erfolgreichen Bilanz hinzufügen, insgesamt 12 Etappen konnte er im Laufe seines Werdegangs siegreich hinter sich bringen,
Im Laufe der Jahre mauserte sich Perurena zum erfolgreichsten spanischen Radrennfahrer der 60er Jahre mit insgesamt 94 Etappensiegen bei den unterschiedlichen Radrundfahrten.
Im Jahr 1979 beendete Domingo Perurena seine legendäre Karriere im Alter von 36 Jahren, in deren Verlauf er für sechs Profi-Rennteams Rennen absolvierte und 170 Siege bei den unterschiedlichen Rundfahrten erringen konnte. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Radrennfahrer blieb Perurena dem Radrennsport treu, er übernahm bei verschiedenen Teams die Funktion als Sportlicher Leiter.