Die französische Radrennlegende Cyrille Guimard

Cyrille Guimard ist ehemaliger französischer Radrennfahrer und war später als sportlicher Leiter tätig.

Liebe zum Radsport

Seine Liebe zum Radrennsport entdeckte er schon früh. In seiner Karriere war er unter anderem im Alter von 23 Jahren schon Präsident des französischen Verbandes der Radprofis, der Union Nationale des Coureurs Professionals.

Ein weiterer wichtiger Punkt in seinem Werdegang ist die Gründung des Teameigentümerverbandes AIGCP zusammen mit Roger Legeay. Seine Kandidatur als Präsident des französischen Radsportverbandes im Jahr 2009 war kein Erfolg. Er nahm an einer Vielzahl von Radrennen teil und Cyrille Guimard verbuchte auch etliche Siege.

Karrierehöhepunkte

  • Es begann mit der Teilnahme bei der UCI-Straßen-Weltmeisterschaft im Jahre 1966 am Nürburgring. Bei diesem Straßenrennen der Amateure belegte Cyrille Guimard den 12. Platz.
  • Im Jahr 1967 wurde er französischer Amateurstraßenmeister.
  • Der Wechsel ins Profilager erfolgte 1968.
  • Französischer Meister im Sprint wurde er im Jahr 1970.
  • Im selben Jahr gewann er auch eine Etappe der Tour de France.
  • Bei der Vuelta a España 1971 erreichte er in zwei Etappen die Punkte- und Kombinationswertung.
  • Einen Sieg fuhr er 1972 bei dem französischen Radrennen Paris-Bourges ein.
  • Beim Midi Libre fuhr er die Gesamtwertung sowie zwei Etappen ein.
  • Auch in diesem Jahr gewann er vier Etappen und den Prix de la Combativite bei der Tour de France. Er fuhr vier Tage im Gelben Trikot. Zwei Etappen vor Ende hatte er das Grüne Trikot an und musste das Radrennen aufgeben wegen einer Sehnenscheidenentzündung im Knie.
  • 1973 gewann er eine Etappe bei dem Rennen Criterium du Dauphine Libere, sowie eine Etappe bei der Tour de France.
  • Im Jahr 1974 verbuchte er bei der Paris-Nizza eine Etappe. Auch in diesem Jahr gewann er eine Etappe der Tour de France.
  • Den Grand Prix Ouest France gewann er 1975.
  • Ein großer Erfolg in seiner Karriere war auch der Sieg bei dem französischen Cyclocross Rennen, bei dem Cyrille Guimard französischer Meister wurde.

Rennteams

Seine Rennteams als Fahrer waren von 1968-1973 Mercier, von 1974-1975 Flandria und bis zum 15. Februar 1976 gehörte er dem Team Gitane-Campagnolo an.

Am Ende seiner Karriere war er als sportlicher Leiter in seinem letzten Radsportteam Gitane- Campagnolo tätig, in den Jahren 1976 bis 1977. Von 1978-1985 leitete er das Rennteam Renault-Gitane/ Renault-Elf.

Er setzte seine Karriere weiter in dem er das Team Systeme U von 1986-1988 als sportlicher Leiter führte. 1989-1995 war er für das Team Super U-Raleigh-Fiat und im Jahr 1997 für Equipe Cofidis tätig.

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Ab 2007 war er bei dem Rennteam Roubaix Lille Metropole beschäftigt.

Von 2017 bis 2019 war Cyrille Guimard als Trainer der französischen Straßennationalmannschaft tätig. Auf ihn folgte auf diese Position Thomas Voecker.

Nach dem aktiven Radsport

Als sportlicher Leiter gewann er insgesamt siebenmal die Tour de France. Im Jahr 1976 mit Lucien Van Impe, in den Jahren 1978, 1979, 1981 und 1982 mit dem Fahrer Bernard Hinault.

Des Weiteren in den Jahren 1983 und 1984 mit Laurent Fignon. Seine hohe Kompetenz an Fachwissen und die Fähigkeit andere zu motivieren wurden bei den Fahrern sehr geschätzt.

Der Sohn ist Fußballer geworden

Cyrille Guimard hat einen Sohn, Frederic Guimard, der aber nicht seine Leidenschaft für den Radrennsport teilt und somit auch nicht in seine Fußstapfen getreten ist. Der am 12. Juni 1970 geborene Frederic Guimard wurde Fußballspieler mit der Position Mittelfeld.

Über das Privatleben von Cyrille Guimard ist sonst nicht sehr viel bekannt, da er es von der Öffentlichkeit abgeschirmt hat.

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