
Unter dem Wort „Cyclocross“ versteht man eine Sportart und Offroad-Disziplin im Bereich des Radsports. In der Regel wird diese Sportart auf unbefestigten Wegen ausgetragen. Meistens finden Wettkämpfe und Veranstaltungen dieser Disziplin im Herbst oder im Winter statt.
Dieser Sport erfreut sich in der heutigen Zeit einer immer mehr zunehmenden Beliebtheit.
In Deutschland wird das Cyclocross als Querfeldeinrennen bezeichnet, was das Wesen der Sportart sehr gut beschreibt. Insbesondere fahren hier die Radfahrer über verwurzelte Waldpfade, matschige Wege in den Wäldern oder über steile Anstiege.
Durch die unbefestigten Wege und der Tatsache der Austragung der Wettkämpfe im Winter oder Herbst kann festgehalten werden, dass diese Sportart physisch als auch mental sehr fordernd ist. Athleten müssen hierbei Spitzenleistungen erbringen.
Für diese Disziplin wird ein speziell für diesen Sport angepasstes und angefertigtes Sport- und Rennrad verwendet. Dieses wird in der Regel als Cyclocross-Rad oder als Cyclocrosser bezeichnet. Das Rad ist aber nicht nur für jeden unbefestigten Untergrund speziell angefertigt, sondern es kann ebenfalls für Straßenrennen und den Crosslauf verwendet werden.
Der Ursprung der Sportart liegt an der französischen Riviera. Dort bauten Straßenfahrer vor Beginn ihrer Saison in den Jahren 1899 und 1990 ihre Form auf. Die Sportler fingen an nicht nur wie gewohnt über Straßen zu fahren, sondern nahmen sich auf Strecken über Stein und Stock zum Zweck der Förderung einer besseren Kondition vor. Außerdem begannen sie auch steile Abhänge und steile Anstiege in ihre Trainingsstrecken zu integrieren.
Hierbei kam es aber immer wieder zu Unfällen, in welchen die Trainierenden vorne über ihr Rad fielen. Dies lag daran, dass die Räder für solch unbefestigte Wege und solche Anstiege und Abhänge nicht konzipiert waren. Die Fahrer fanden dennoch Gefallen an den Strecken durch den Wald oder über Felder, sodass sie eines Tages bestimmte Streckenabschnitte absteckten und Rennen inszenierten.
Das erste Rennen, welches dokumentiert wurde, fand am 10.01.1903 statt. Dieses wurde von Géo Lefèvre organisiert, welcher ein Mitarbeiter der Gründer der Tour-de-France war.
Bereits im Jahr 1912 wurde die erste nationale Meisterschaft in dieser Sportart durchgeführt. Die erste internationale Weltmeisterschaft dieser Sportart fand hingegen in Paris im Jahr 1950 statt.
Der größte Teil der Strecke wird unbefestigten Wegen und Geländen ausgetragen. Allerdings ist bei bestimmten Weltmeisterschaften und Weltcup-Rennen ein bestimmter Straßenanteil vorgeschrieben. Hier schreibt das internationale Regelwerk vor, dass die Fahrer ein abwechslungsreiches Terrain befahren müssen, sodass Änderungen im Rahmen der Geschwindigkeit gefördert werden.
Die Strecken weisen dabei regelmäßig eine Länge zwischen 2,5km-3,5km auf. Ein bestimmter Anteil an Hindernissen sind außerdem ein Bestandteil dieser Disziplin. Auf einer Strecke der UCI dürfen insgesamt jedoch höchstens sechs künstliche Hindernisse ihren Platz finden.
Zu den künstlichen Hindernissen zählen insbesondere Bretter, Stufen oder Sandkästen. Die Rennen finden dabei in festgelegten Zeiten statt. Bei einem Weltcup weisen solche Rennen in der Regel eine Dauer von 60 Minuten auf. Vor Beginn des Rennens findet eine Überprüfung und Kontrolle der Strecken durch Offizielle statt.

In Deutschland findet jährlich die Deutsche Rad-Cross Meisterschaft statt. Diese wird durch den Bund der Deutschen Radfahrer im Januar ausgetragen. Dabei werden die Fahrer in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Hierbei gibt es die folgende Einteilung bei den Männern
Bei den Frauen finden sich folgende Kategorieren und Einteilungen:
Für die Ausübung der Sportart ist zunächst ein spezielles Rennrad von Nöten. Dieses ist speziell für unbefestigte Wege gefertigt, kann aber gleichzeitig auch für Straßen verwendet werden. Ein solch spezielles Rad verfügt in der Regel über breitere und geländetaugliche Reifen.
Außerdem ist unbedingt die Anschaffung eines Helmes notwendig, da Stürze bei dieser Sportart leicht zu provozieren sind. Für die Kleidung bleibt festzuhalten, dass diese nicht zu warm ausfallen sollte. Die Sportart findet zwar zu kälteren Jahreszeiten statt, aber sie ist dennoch körperlich sehr anstrengend.
Die spezielle Bekleidung und Schuhe sind natürlich bei diesem Sport auch unerlässlich.

Neben den Weltmeisterschaften gibt es noch weitere Veranstaltungen im Bereich dieser Sportart. Beispielsweise findet jedes Jahr der UCI-Weltcup statt. Dieser besteht aus 8 bis 9 Wettkampfrunden, welche in einer Saison durchgeführt werden. Diese unterschiedlichen Runden finden verteilt über die Monate von September bis Januar statt. Hinzukommend gibt es eine Weltmeisterschaft von UCI.
Außerdem gibt es noch zwei weitere internationale Wettkampfserien, die sich reger Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen. Die sind die Cyclocross Superprestige und die DVV Trophy.
Das Cyclocross Superprestige findet in den Niederlanden und in Belgien statt. Die DVV Trophy findet hingegen nur in Belgien statt. Die absoluten Experten und Spitzensportler dieser Disziplin nehmen in der Regel an allen drei großen Wettkämpfen und Veranstaltungen teil.