
Man sagt „Legenden gehen in die Geschichte ein“. Bradley Wiggins ist schon in die Geschichte eingegangen! Wenn man ihm heute auf der Straße begegnet, ist er kaum wiederzuerkennen. Bradley Wiggins hat eine optische Extrem-Wandlung durchlebt, jedoch nichts von der Aura eines Rad-Helden eingebüßt. Die optische Transformation ließ Koteletten weichen und einen Vollbart entstehen – alles natürlich im ganz großen Stil, so wie wir es von Bradley Wiggins gewohnt sind.
Eigentlich möchte man nur „Chapeau“ rufen, wenn man an die Erfolge von Sir Bradley Marc Wiggins denkt, Siege, die für immer in die Annalen der Sportgeschichte eingehen.
Seine Tätowierungen, Muskelberge und der beeindruckende Vollbart können nicht darüber hinwegtäuschen, daß Rennteams in aller Welt seinen Namen mit Hochachtung nennen.
Bradley Wiggins hat das geschafft, wovon andere Radrennfahrer ein Leben lang träumen. Er wurde im Jahre 2012 mit seinem legendären Sieg bei der Tour de France sowie seiner Goldmedaille bei Olympia in der Weltmetropole London zur britischen Radsport-Legende.
Er verzückte, ja, er euphorisierte die Sportwelt geradezu im Jahre 2012. Der heute 41-jährige Bradley Wiggins „fuhr“ den besten Sommer seiner Karriere. Nicht genug damit, daß er am 22. Juli dieses Jahres als Mitglied des Sky Professional Cycling Teams – übrigens bei der 109. Tour de France – das gelbe Trikot in Empfang nehmen durfte, nur ca. eine Woche später schaffte er das fast Unmögliche mit der Goldmedaille im Einzelzeitfahren bei den Olympischen Spielen in London.
Noch heute sind sie uns gut in Erinnerung geblieben, die Bilder, welche um die Welt gingen – ein 32-jähriger junger Mann raste über die Straßen Londons, und die Fans waren ausser sich vor Freude. Seine damals üppigen Koteletten waren gewöhnungsbedürftig und zeigten seine exzentrische Seite, die damals so gar nicht in das Bild dieses Rad-Flohs passte.
Sir Bradley Marc Wiggins wurde am 28. April 1980 im belgischen Gent als Sohn einer britischen Mutter und eines australischen Vaters geboren – und widmete sich zunächst dem Bahnradsport.
Auch in dieser Karriere feierte er etliche Siege. Bei den Commonwealth Games in Kuala Lumpur im Jahre 1998 verzeichnete er seinen ersten größeren Sieg. Zusammen mit der englischen Auswahl gewann er die Silbermedaille.
Im Jahre 2000 folgte sein zweiter Platz bei den Bahnweltmeisterschaften in der Mannschaftsverfolgung, und dieser Erfolg wurde 2001 und 2003 wiederholt.
Apropos Mannschaft: im Jahre 2002 wurde er mit der britischen Dritter.
Die Olympischen Spiele 2000 in Sydney brachten die Bronzemedaille in der Mannschaftsverfolgung, und bei den Commonwealth Games 2002 in Manchester sicherte er sich die Silbermedaille in der Einer- und Mannschaftsverfolgung.
Last but not least, im Jahre 2003 folgte zum ersten Mal der Weltmeistertitel in der Disziplin Einerverfolgung.
Schon die Olympischen Spiele 2004 in Athen kürten ihn zum Olympiasieger in der Einerverfolgung, es folgte – nur zwei Tage später – die Silbermedaille mit der britischen Mannschaft in der Mannschaftsverfolgung und weitere zwei Tage später – zusammen mit Rob Hayles – die Bronzemedaille im Madison.
Diese überragenden Leistungen fanden ihre Würdigung – 2004 mit dem OBE und im Jahre 2009 mit dem CBE!
Sieg über Sieg folgte, von denen an dieser Stelle „nur“ seine 2008 errungenen Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Peking in der Mannschafts- bzw. Einzelverfolgung und sein 2012 errungener Sieg in der Gesamtwertung der Tour de France – übrigens der erste Sieg eines britischen Fahrers in ihrer 109-jährigen Geschichte – erwähnt werden sollen.
Bradley Wiggins ist und bleibt ein Ausnahmeathlet – und so ist es nicht verwunderlich, dass er seinen sportlichen Weg als fünffacher Olympiasieger, achtmaliger Weltmeister und letztendlich Gewinner der Tour de France krönte.
Seine ca. 70 Kilogramm unterstützten Bradley Wiggins dabei, Radsporterfolge leicht einzufahren. Aber, im Dezember 2016 war damit Schluss! Sein Rücktritt vom aktiven Sport wird auf den 28. Dezember 2017 beziffert.
Der Profi erklärte also seinen Rücktritt – um sich dem Rudern zu widmen! Allerdings scheiterte dieses Vorhaben bereits 2018 aus Zeitmangel.
Die vielen sportlichen Erfolge von Sir Bradley Marc Wiggins wurden mit der Aufnahme in die berühmte Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes und der Ernennung zum Knight Bachelor durch Königin Elisabeth II. gewürdigt.