
Die Bezeichnung BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motorcross und zählt zu den Extremsportarten in der Outdoor Sportszene.
BMX wurde durch Jugendliche ins Leben gerufen, die nicht genügend Geld zur Verfügung hatten, um sich ein Motorcross Bike zu kaufen. In den späten 1960er Jahren fuhren sie in Amerika auf eigens angelegten Motorcross Strecken und die ersten rennen wurden ausgetragen.
Schnell entwickelte sich der Freizeitspaß zu einer richtigen Sportart und die Begeisterung wuchs rasant an. Die damaligen Fahrräder waren 20 Zoll Räder und bis heute ist diese Größe beigeblieben. Seit dem Jahr 2008 gehört diese Sportart zu den olympischen Disziplinen, was einen Meilenstein bedeutet und in den anfänglichen Jahren undenkbar gewesen wäre.

Die Trendsportart entwickelte sich zu einer richtigen Leistungssportart mit komplexen Strukturen. Bei dem BMX als Sport wird in zwei Disziplinen unterschieden. Die eine ist die sogenannte Race Sportart und das andere der Freestyle. Beide werden mit den gleichen BMX Fahrrädern gefahren und unterscheiden sich nur in gewissen Merkmalen voneinander.
Das Racing gehört zu den schnellen Disziplinen mit Wettkampfcharakter mit eigenen Regeln. Acht Rennfahrer treten dabei in verschiednen Veranstaltungen wie Meisterschaften gegeneinander an und starten gleichzeitig an einem Gatter. Ein Rennen dauert in der Regel unter einer Minute und ist besonders schnell sowie spektakulär. Die Strecken sind in der Regel 300 bis 400 Meter lang und bestehen aus mindestens drei Kurven sowie riesigen Sprunghügeln und anspruchsvollen Streckenabschnitten mit holprigen Passagen.
Die Rennfahrer müssen so schnell wie möglich über das schwierige Gelände gelangen, um als Erster im Ziel zu sein. Ein BMX Racing Bike ist besonders tief, damit der Luftwiderstand möglichst gering ist. Auch die Reifen sind sehr dünn. Je weniger Fläche auf den Boden gelangt, desto schneller ist das Rad. Alle Bikes dürfen nicht größer als 20 Zoll sein.
Die Rahmen bestehen meist aus robustem und doch leichtem Aluminium. Zu der Ausrüstung gehört vor allen Dingen die Schutzkleidung der Fahrer. Ein entsprechender Helm, der auch die Kinnpartie schützt mit einer speziellen Brille, der sogenannten Goggle, damit kein Dreck oder Schlamm in die Augen gerät.
Die Kleidung ist auf eine besondere Leichtigkeit getrimmt, dennoch sind Protektoren Pflicht und werden gern eingesetzt. Handschuhe mit dem nötigen Profil sorgen für einen guten Halt am Lenker. Die Ausrüstung für den Erhalt des BMX Rads ist sehr umfangreich und dient zur Pflege und Reparatur.
Bekannt ist das BMX Racing für das Pumping. Dabei stützen sich die Fahrer nach vorn auf den Lenker und pumpen mit ihren Armen das Fahrrad über die Strecke. Dabei wird nicht direkt in die Pedale getreten. Die Geschwindigkeit kommt allein aus den Armen. Dies muss dementsprechend trainiert und konditioniert werden.
Diese Form des BMX ist ebenfalls eine der olympischen Disziplinen, allerdings werden auch hierbei entsprechende Veranstaltungen mit Meisterschaften national sowie international ausgetragen.
Über besonders hohe Hügel werden Stunts und Tricks vorgeführt, aber auch direkt auf der flachen und ebenen Straße oder einem Park und Halfpipe, ähnlich dem Skateboarding. Diese werden dann entsprechend nach einem Punktesystem mit Schwierigkeitsgrad und Ausübung bewertet. 3 bis 6 Juroren vergeben dabei entsprechende Punkte.
Solche Sprünge und Tricks sind sehr spektakulär. Dabei werden Saltos vorgeführt und Drehungen in der Luft; der Lenker wird um 360 Grad gedreht oder der Fahrer hält sich während eines Sprungs nur noch hinten am Sattel fest und fliegt förmlich über das Hindernis.
Das Bike für Freestyle ist höher als Modelle für das Racing, genauso wie dessen Reifen. Charakteristisch ist der Sitz weitaus tiefer als der Lenker und besitzt meist noch eine zusätzliche Querstrebe. An dem hinteren Reifen sind sehr häufig Stützen für die Füße befestigt, die wie ein Sprungbrett für eine bessere Federung dienen.
Die Ausrüstung fällt dagegen sehr spartanisch aus. Ein Helm ist zwar vorhanden, allerdings nur ein Halbschalenhelm, der keine Lüftungsschlitze hat und komplett geschlossen ist. Wenn nötig, tragen die Fahrer dünne Handschuhe für einen besseren Halt am Lenker, mehr Schutzkleidung gibt es in der Regel nicht.