Trekkingräder – kein Gelände ist ihnen fremd

Obwohl man häufig auch in der Stadt Trekkingräder sieht, wurden sie ursprünglich als alltagstaugliche Variante des Mountainbikes entwickelt. Deshalb ist ihr eigentliches Einsatzgebiet leichteres Gelände wie Waldwege und Schotterpisten, aber auch abseits befestigter Wege.

Ein Trekking-Rad wird vorwiegend für längere Touren auf der Straße und im leichten Gelände verwendet. In der Regel hat es eine 28-Zoll Bereifung und ist für das Fahren auf Asphalt, Schotter und auf Waldwegen ausgelegt.

Im Gegensatz zu einem klassischen Mountainbike mit 26-Zoll-Bereifung zeichnet sich ein Trekkingrad meistens durch 28-Zoll-Reifen aus. Die Bereifung reicht vom Profil her bis in den Bereich von Mountainbikes mit Spikes, doch auch reine Straßenreifen fast ohne Profil sind verfügbar. Trekkingräder erfüllen die gesetzlichen Vorgaben für den alltäglichen Gebrauch im Straßenverkehr (Beleuchtung und Reflektoren, aber auch Gepäckträger und Schutzbleche, im Unterschied zu einem reinen Sportgerät wie Rennrad oder Mountainbike). Der Gepäckträger ermöglicht das problemlose Anbringen von Packtaschen, sodass längere Radreisen möglich werden.

Komponenten und Ausstattung

Bei vielen Modellen sind sogenannte Lowrider an der Gabel installiert. Das sind Aufhängevorrichtungen für Gepäcktaschen; diese Art des Gepäcktransports möglichst eng an der Achse minimiert das Trägheitsmoment und verbessert das Lenkverhalten. Es gibt zwar Trekkingräder mit Nabenschaltung (drei bis elf Gänge), doch der weitaus größere Teil verfügt über eine Kettenschaltung (häufig 27 Gänge).

Der Nachteil der vergleichsweise wenigen Gänge der Nabenschaltung macht ihre höhere Robustheit und geringerer Wartungsaufwand wett. Entsprechend der Schaltung fällt die Bremse aus. Bei der Nabenschaltung verfügt das Fahrrad über Rücktritt- und Felgenbremse (am Vorderrad), bei Kettenschaltung dominiert ein Typ der Felgenbremse mit zwei getrennten Bremsarmen, die Cantileverbremse. Häufig wird als moderne Variante die sogenannte V-Brake eingesetzt. Optimale Bremsleistung bieten Scheibenbremsen, insbesondere bei Nässe.
Die meisten Trekkingbikes verfügen über einen Aluminiumrahmen, der sich durch geringes Gewicht und hohe Stabilität auszeichnet. Da seine Dämpfungseigenschaften nicht an einen Stahlrahmen heranreichen, sind die Fahrräder meistens mit Federgabel und gegebenenfalls Sattelfederung ausgestattet.

Hersteller und Unterschiede

Da es sehr viele Hersteller von Trekkingbikes gibt, soll hier nur eine kurze Übersicht gegeben werden:

  • Cube, bekannt aus dem Mountainbike-Sektor, aber auch vielfach ausgezeichnete Trekkingräder
  • Diamant, absolut alltagstaugliche Fahrräder
  • Giant, ebenfalls auch für Mountainbikes bekannt und ausgezeichnet
  • Kalkhoff, eher schwere Bikes mit dennoch gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • KTM, bekannt aus dem Rennsport, auch Produzent innovativer Trekkingbikes
  • Pegasus, solide Fahrräder für den Alltagsgebrauch
  • Prophete, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für den Alltagsgebrauch
  • Rabeneick, leichte Fahrräder eher für Straße
  • Raleigh, robuste, ausgezeichnete Modelle
  • Simplon, mehrfacher Testsieger
  • Stevens, Qualität und breite Auswahl

Der Radfahrer im Flachland wird eher zur Nabenschaltung greifen, der sportliche Fahrer in bergigen Gegenden zur Kettenschaltung mit Scheibenbremse. Einstiegsmodelle gibt es ab 400 €, Spitzenmodelle können 1000 € und auch bedeutend mehr kosten.

 

Trekking E-Bike

 

Das Trekkingrad als E-Bike

Trekkingräder sind schon seit vielen Jahren die Bestseller unter den Fahrrädern. Speziell im bergigen Terrain oder bei häufig stärkerem Gegenwind greifen viele zur Variante mit eingebautem Elektromotor, dem E-Bike. Stark nachgefragt wird das Trekkingbike in Kombination eines Pedelec-Antriebs.

Wie die nicht motorisierte Variante vereint auch das E-Trekkingbike die Vorzüge eines alltagstauglichen Fahrrads für die Stadt mit der Sportlichkeit eines Mountainbikes. Die typische 28-Zoll-Bereifung ermöglicht ein effizientes Vorwärtskommen auch auf längeren Strecken. Je nach überwiegendem Einsatz sind profilarme Reifen für lange Straßenfahrten, aber auch stark profilierte Reifen für raueres Gelände erhältlich. Selbstverständlich erfüllt dieser Fahrradtyp alle rechtlichen Anforderungen an den Einsatz im Straßenverkehr, sodass Beleuchtung, Reflektoren und zwei unabhängige Bremsen vorhanden sind. Gepäckträger und Schutzbleche erhöhen Alltagstauglichkeit und Komfort.

Besonderheiten der technischen Ausstattung

Die meisten Trekking E-Bikes verfügen über eine Kettenschaltung mit (im Gegensatz zu bei normalen Trekkingbikes üblichen 21 Gängen) zehn bis 20 Gängen. Auch stufenlose Schaltungen auf dem Prinzip der Nabenschaltung sind erhältlich. Als Alternative zur Kette gibt es auch Riemenantriebe, was den Fahrkomfort deutlich verbessert und Wartungsintervalle reduziert.
Die meisten Trekking E-Bikes verfügen über hydraulische Scheibenbremsen, die auch bei Nässe hervorragend funktionieren und damit die Sicherheit erhöhen. Ähnlich wie bei E-Mountainbikes ist der Elektromotor meistens als Mittelmotor eingebaut. Die Motoren entwickeln ein Drehmoment von mindestens 25 Nm. Die am Rahmen verbauten Akkus haben eine Kapazität von 500 bis 1000 Wh, was Aktionsradien von über 200 km ermöglicht. Mit einer Masse von 20 bis 30 kg sind sie deutlich schwerer als nicht motorisierten Varianten.

Hersteller

Die meisten Fahrradhersteller haben auch E-Bikes im Sortiment.

  • Fischer: solide Qualität zu oft günstigen Preisen
  • Giant: bekannt aus dem Mountain- und Trekkingbike-Sektor
  • Herkules: gute Akkukapazitäten
  • Haibike: ausgezeichnete E-Trekkingbikes mit hochwertiger Ausstattung
  • Kalkhoff: solide Qualität zu vergleichsweise günstigem Preis
  • KTM: mehrfacher Testsieger
  • Merida: eher gehobener Preissektor
  • NCM: günstige Modelle mit einfacherer Schaltung und Akku
  • Prophete: oft gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Rabeneick: mittelpreisig, solide E-Bikes
  • Riese & Müller: exzellente Akkukapazität, eher hochpreisig
  • Winora: solide Trekking E-Bikes

Je nach Ausstattung reichen die Preise von 1500 € bis über 4500 € bei Spitzenmodellen. Der Alltagsfahrer, der gerne sportlich auch auf längeren Touren unterwegs ist, wird im Preissegment bis 3500 € sicher fündig.

Für den Gelegenheitsfahrer, der sich an längere Touren herantasten möchte, sind E-Trekkingbikes ideal, aber auch für ambitionierte Fahrer, die unterwegs etwas „Rückenwind“ schätzen.

Trekkingbikes – die Vorteile liegen auf der Hand

  • bietet Sportlichkeit und Komfort gleichermaßen, somit vielseitiger als andere Fahrräder
  • Aussehen gleicht dem eines Mountainbikes, wobei der Rahmen und die Reifen etwas dünner sind
  • Reifen: breiter als die eines Rennrades, schmaler als die eines Tourenrades
  • Geringer Pflegeaufwand durch schützende Elemente
  • Gepäckträger (teilweise mit Federklappe) im Gegensatz zum Mountainbike

Auch in der technische Ausstattung Spitze

  • Gänge: Nabenschaltung: 3 – 14 Gänge
  • Kettenschaltung: bis zu 30 Gänge
  • Tretlagerschaltung: bis zu 18 Gänge
  • Bremssystem: Felgenbremse, (hydraulische) Scheibenbremse
  • Beleuchtungsart: Halogen/ LED
  • Rücklichtfunktionen: meist Standlicht
  • dynamobetriebene Vorder- und Rücklichter

 

 

Trekking Fahrrad Ausstattung

 

Die Komponenten

  • Schaltung: Kettenschaltung, Nabenschaltung, Tretlagerschaltung
  • Antrieb: Kettenantrieb oder Riemenantrieb
  • Gabelbauart: Starrgabel oder Federgabel
  • Bremsenbauart:
  • hinten und vorne: V-Brakes (von Mountainbikes übernommen)
  • hinten und vorne: Felgenbremse
  • Reifengröße: meist 28 Zoll
  • Reifenbreite: zwischen 37 und 55 mm
  • stabiler Gepäckträger
  • schmaler, fester Sattel
  • ergonomisch geformter Multifunktionslenker

Welches sind die Merkmale in Design und Konstruktion?

  • Felgenmaterial: Aluminium
  • Pedalkörpermaterial: Kunststoff
  • Gesamtgewicht: zwischen 14 und 19 kg
  • Ständertyp: Mittelbauständer
  • Rahmenhöhe: zwischen 46 und 60 cm
  • Aluminium: Vorteile: leichter und korrosionsbeständig
  • Stahl: Vorteile: und elastischer

Trekkingräder für Radreisen

„Trekking“ bedeutet Fernwandern abseits des Massentourismus. Es kann zu Fuß mit Rucksack, oder aber auch mit dem Rad durchgeführt werden, weshalb sich für Rad-Exemplare der Terminus Trekking-Rad eingebürgert hat. Räder für längere Straßen-Touren werden heute hingegen eher als Reiserad bezeichnet und haben ganz andere Eigenschaften, während Trekking-Räder leichte Waldwege im Repertoire haben und im allgemeinen Sprachgebrauch für Freizeit-Räder und hochwertige Alltagsräder stehen.

Mountainbike-Räder wiederum sind die vollkommenen Off-Räder und für das offene Gelände gedacht. So kommt es, dass sich, neben dem Reiserad, auch das Trekkingrad ausgezeichnet zum Reisen einsetzen lässt.

Allerdings gibt es kein perfektes Trekking-Rad für die Reise, das schon ab Werk mit allem ausgerüstet wäre. Die Anforderungen sind nach Reiseform sehr unterschiedlich. Je nach individueller Ausrichtung sollte man deshalb nach dem richtigen Trekking-Rad Ausschau halten.
Als Rahmen kommen üblicher Weise Diamant- und Mixte-Rahmen zur Verwendung.

Für die Ausstattung der Reifen gilt: Flink und sicher, weshalb die Abwägung zwischen Sportlichkeit und Sicherheit die richtige Entscheidung bei den Reifen herbeiführt. Meist ist die Bereifung etwas breiter als bei Renn-Rädern und hat ein leichtes Profil. Testsieger bei Trekking-Rädern haben häufig den Marathon Supreme Reifen von der Firma Schwalbe montiert, die sich hervorragend für das Radreisen eignen.

In der Regel besitzen Trekking-Räder einen Gepäckträger und Packtaschen, um Gepäck für längere Fahrten mitnehmen zu können. Lowrider können zudem im vorderen Bereich beim Lenker untergebracht werden. So sind auch kleine Rad-Reisen möglich.

Trekking-Räder sind kleine Allrounder und für den Alltag und kleine Touren als Rad-Typ bestens geeignet.

Bildnachweise:
Bild 1: Trekking E-Bike. Foto von TruckRun auf Unsplash
Bild 2: Trekking Fahrrad Ausstattung. Foto von Carl Tronders auf Unsplash
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