BMX – Bicycle Motocross | fahrrad.space

BMX – Bicycle Motocross

BMX – diese Buchstaben stehen nicht nur für einen Fahrradtyp, vielmehr für einen Lifestyle, den dieses kleine und geländegängige Fahrrad miteinander vereint – das nunmehr seit einigen Jahrzehnten. Heute sind BMX-Räder einmal mehr der Fahrradtyp, der begeistern kann. Denken wir an unsere eigene Kindheit, dann kennen insbesondere die Jungs das Gefühl – einmal ein BMX sein Eigen nennen zu dürfen, der ausgesprochen größte Wunsch war. Heute sind BMX Räder längst keine Exoten mehr und werden für die breite Masse gefertigt. Im Prinzip sind diese Räder nicht teurer als andere Räder, so dass der Traum für Kinder heute hier und da auch mal schneller erfüllt werden kann. Das Angebot reicht von Kinder-BMX für wenig Geld, bis hin zu den BMX-Rädern, die auf Wettkampf-Parcours anzutreffen sind.

Die Geschichte der BMX Räder

Beim BMX handelt es sich um eine Sportart, die in den USA entstanden ist. Dabei wurde gegen Ende der 1980er Jahre dieses spezielle Fahrrad entwickelt, das 20-Zoll-Laufräder aufweist und dazu geeignet ist, Stunts und Tricks zu fahren.

Das Stingrayrad war zu Anfang der 1960er Jahre der Vorgänger des BMX Rades. Dieses Rad wurde in den 1970er Jahren zum Bonanzarad weiterentwickelt und kam dann nach Europa. Da Sportler in den USA schon mit den Stingrayrädern Rennen austrugen, in denen Steilkurven und Sprünge ausgeführt wurden, stellten die Hersteller bald fest, dass diese Räder nicht stabil und robust genug für den Sport waren. Somit wurden stabilere Rahmen entwickelt, wobei die 20-Zoll-Laufräder beibehalten wurden – die eigentliche Geburtsstunde des BMX.
Es entstand das BMX Rad, das in den 1980er Jahren erst in den USA bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt wurde. Dieser Hype schwappte auch in einer Welle nach Europa, wo die BMX einst Kult waren und sich hieraus aber immer mehr eine erstzunehmende Sportart entwickelte.

Was ist für BMX Räder charakteristisch?

Die Bezeichnung BMX ist eine Abkürzung für Bicycle Motocross. Vorrangig eignen sich BMX Räder für Stunts und Tricks. Zwar können Sie diese Fahrräder auch zum Zurücklegen von Strecken verwenden, doch vorrangig wird ein BMX Fahrrad von Radkünstlern verwendet. Es gibt allerdings auch Modelle, die sich für schnellere Fahrten eignen und ein wenig mehr auf Komfort ausgelegt sind.

Was unterscheidet BMX Fahrräder konkret von anderen?

Ein BMX Rad ist oftmals kleiner in der Konstruktion, als andere Fahrräder. Speziell für Kunststücke weisen diese Bikes kompakte und robuste Räder auf. Da ein BMX für Radkünstler ausgelegt ist, sind diese äußerst stabil und dank dem eher kleinen Rahmen und dem speziellen Aufbau sind die Voraussetzungen gegeben, um damit Stunts, Sprünge und Tricks zu machen. Außerdem bieten die großflächigen Pedale ausreichend Standfläche für den Radsportler.

Hersteller

Zu den bekannten Qualitäts-Herstellern zählen derzeit:

  • KS Cycling
  • Bergsteiger
  • deTOX
  • Chrisson
  • Stereo Bikes
  • Bikestar und weitere mehr

 

Jungendiche auf den BMX-Fahrrädern

 

Für welche Fahrer sind BMX Räder geeignet?

Ein BMX Fahrrad eignet sich insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die schnellen Fahrten, hohen Sprünge und atemberaubenden Stunts bedürfen einer Affinität, die die jungen Menschen besonders gut umsetzen können. Doch auch für ältere, die innerlich jung geblieben sind und keine Probleme mit den gewagten Moves haben, können natürlich an dieser Sportart teilnehmen oder einfach auch nur durch die Stadt cruisen.

Wer sportlich tätig sein, dabei Stunts und Tricks durchführen möchte und auf Schnelligkeit setzt, ist mit einem BMX Rad bestens ausgestattet. Richtig los geht es mit dem BMX, wenn der Sportler sein Rad gänzlich beherrscht und dann an spannenden Wettrennen teilnehmen kann.

Das BMX-Rad – einzigartig in Rahmen, Design und Technik

Das BMX ist ein kleineres Rad und kommt in erster Linie als Sportgerät zum Einsatz. Dadurch unterscheidet sich die Technik des Bikes wesentlich von anderen Fahrrädern. Die Laufräder haben beim BMX in der Regel einen Durchmesser von 20 Zoll.
Die so genannten BMX-Cruiser werden oft mit 24-Zoll gefahren. Ein BMX-Rad hat oft Aluminium-Felgen, um auch hier Gewicht zu sparen. Um sie beständiger gegen Korrosion und Abrieb zu machen, werden sie eloxiert.

Bessere Performance

BMX- Räder verfügen selten über eine Schaltung. Die funktionsstarken Bremsleitungen der Bikes führen durch den Gabelschaft. Diese Konstruktion maximiert die Performacekraft der Räder und ermöglicht 360 ° C- Rotationen des Vorderrades.

Oftmals besitzen die Modelle zudem widerstandsfähige Stangen, die als Verlängerung der Vorder- und Hinterachse fungieren. Derartige Pegs sind sehr belastbar. Fahrer können sich problemlos auf die Pegs stellen, um technisch anspruchsvolle Kunststücke durchzuführen.

Titanlegierungen kommen bei der Fertigung von Kurbelachsen, Ritzel, Pegs und Lenkerenden zum Einsatz. Die Pedale bei einem BMX zeichnen sich durch ihre relative Größe und Robustheit aus. Sie sind aus einer leichtgewichtigen Aluminium- oder Magnesiumlegierung. Immer beliebter werden auch Plastikpedale. Sie sind billiger in der Herstellung, der Nachteil liegt aber in der verkürzten Haltbarkeit.

U-Brakes für den Freestyle

Die Bikes im Freestyle verwenden U-Brakes um zu bremsen. Diese Bremsen greifen in einer U-Form um das Rad. V-Brakes kommen beim Race-BMX zum Einsatz. Im Freestyle wird auch häufig ohne Bremsen gefahren („Brakeless“). Der Fahrer bremst dann mit seinen Schuhen.

 

BMX Radgeometire

BMX Räder – welche Rahmengröße für welche Körpergröße?

BMX- Räder bestechen durch ihre Stabilität und ihre ausgeprägte Performancestärke. Die faszinierenden Eigenschaften der Bikes mitsamt ihrem charakteristischen Fahrverhaltens werden allerdings erst richtig erkennbar, wenn die Rahmengröße des BMX- Rades explizit auf die individuelle Körpergröße des Fahrers abgestimmt ist. Mit der perfekten Rahmengröße zu spektakulären Stunts.

Anatomie und Radgeometrie im perfekten Zusammenspiel

Das Sortiment der BMX- Hersteller umfasst ein breites Spektrum, das durchsetzt ist mit hochwertigen Kompletträdern und Highend- Bikes. Ein BMX- Rad und dessen Geometrie müssen mit der eigenen Anatomie harmonieren und für das jeweilige Einsatzgebiet perfekt geeignet sein. Charakteristische Merkmale der Modelle ist die 20 Zoll- Bereifung der kompakten „ Stunt- Maschinen“, ihr verhältnismäßig hoch positionierter Lenker und der strapazierfähige Rahmen, der durch seine herausragende Robustheit glänzt.

Die Rahmengeometrie

Durchmesser des Oberrohres, das Hinterrohres und der Steuerwinkel beeinflussen zusätzlich die Fahreigenschaften.

Die Rahmengröße und die Abmessungen des Oberrohrs sind präzise auf die persönliche Anatomie abzustimmen. Während Räder mit einem 21er Oberrohr primär für verhältnismäßig große Fahrer mit einem Körpermaß von mehr als 180 cm bestimmt sind, sind Räder mit einem Top- Tube von 20,5 Zoll für mittelgroße Personen konzipiert. Als mittelgroß gelten Fahrer, deren Größe zwischen 150 und 170 cm angesiedelt ist.

Der Aufbau des Hinterohres entscheidet ebenso maßgeblich über das Fahrverhalten der Räder wie der jeweilige Steuerrohrwinkel.

BMX- Bikes in den Rahmengrößen von 12 bis 20 Zoll

BMX- Räder sind in mit den Rahmengrößen 12,16, 18 und 20 erhältlich. Grundsätzlich dient die Körpergröße des Fahrers als maßgeblicher Orientierungswert bei der Auswahl der Rahmengröße. Für Kinder, die maximal 90 cm groß sind, gelten laut standardisierter Richtlinien BMX- Bikes mit der Zollgröße 12 als ideale Räder.

Piloten mit einer Körpergröße zwischen 90 und 120 cm sollten laut Experten auf Modelle mit einer Rahmengröße von 16 Zoll zurückgreifen. Wessen Körpergröße den Richtwert von 145 cm überschreitet, nutzt im Idealfall BMX- Modelle, die eine Rahmengröße von 20 Zoll aufweisen. Diese BMX-Räder können dann von Kindern bis in das Jugend- oder Erwachsenenalter gefahren werden.

Die harmonische Auswahl der Rahmengröße eröffnet adrenalinbegeisterten Piloten ein Höchstmaß an Flexibilität, um die einzelnen BMX- Disziplinen in Perfektion zu erleben. Ob „ Dirt“, „Flatland“, „ Race“, „ Park“, „ Street“ oder „ Vert“; mit der richtigen Abstimmung auf die Körpergröße avanciert das BMX- Fahren zum berauschenden Fahrgenuss.

 

BMX Sprung

 

BMX – Freestyle die Basic Sprünge und Tricks

Was wäre ein BMX wohl ohne die Möglichkeit, damit diverse Sprünge und Tricks ablegen zu können? Vermutlich nur ein zu klein geratenes Fahrrad, mit dem viele Menschen nichts anfangen können. Welche Tricks zu den Basics gehören, verraten wir Euch in unserem kurzen Ratgeber.

Der erste Sprung mit dem BMX

Der wohl einfachste Sprung ist der Bunny Hop. Er bildet zudem die Grundlage für diverse weitere Tricks auf dem BMX. Daher sollten Beginner stets den Bunny Hop im Blick behalten. Wenn es anfangs sogar fast unmöglich scheint, auch nur eine einzige Bordsteinkante zu erklimmen, werden die Stunts mit der Zeit deutlich höher und perfekter in der Ausführung.

Peggrind – Let’s grind

Der erste Grind, den BMX-Neulinge lernen sollten, ist der Peggrind (auch 50/50 Grind). Hierfür sind die Pegs am BMX entscheidend, welche sich an den Rädern befinden. Vergleichbar ist dies mit einem Slide beim Skateboarden.

Manual – Balance ist das A und O

Den Manual können Neulinge quasi überall üben. Auch dieser Trick gehört zu den Basics und ist die Grundlage für viele weitere Kunststücke auf dem BMX. Bei diesem Trick ist es entscheidend, den eigenen Balancepunkt zu finden. Das vordere Rad wird angehoben und so lange wie möglich in der Luft gehalten. Doch der BMXler fährt nicht mehr, sondern gleitet quasi mit dem Hinterreifen (bei Bedarf auch dem Vorderreifen) über den Asphalt. Die Übung klingt einfacher, als sie letztendlich ist, bildet jedoch die Grundlage für weitere Tricks.

180 Bunny Hop – Sprung und Drehung rasch vereint

Wer bereits den Bunny Hop beherrscht, kann sich den 180 Bunny Hop anschauen. Hier findet der normale Sprung statt. Doch währenddessen findet zusätzlich eine Drehung um 180 Grad statt. Eine wahre Herausforderung, aber definitiv machbar! Wer Schwung holt, um einen Bunny Hop einzuleiten, muss gleichzeitig Schwung nehmen, um das BMX in der Luft zu drehen. Für Anfänger eine wahre Hürde, solange der Bunny Hop nicht flüssig absolviert wird.

 

Wallride BMX

Wallride – Die Wände werden nie wieder sicher sein

Wenn der Bunny Hop richtig sitzt, kann zudem der Wallride interessant werden. Wer jedoch das „Wandreiten“ an geraden Wänden beherrscht, wird wohl diverse Wände in den Städten als Streetspot betrachten.

Wer gewillt ist, das BMX richtig zu beherrschen, kommt um die Basics nicht drum herum. Wichtig sind viel Übung sowie keine Selbstüberschätzung, um voran zu kommen, Verletzungen jedoch zu minimieren.

Fazit

Ob jetzt nun als reines Freizeitgefährt oder für Fahrer mit sportlicheren Ambitionen – BMX- Bikes richten sich an eine breite Zielgruppe.

Aufgrund der atemberaubenden Produktmerkmale sprechen die Bikes die breite Masse an. Der Begriff BMX steht demnach für ein langlebiges Phänomen, das seit seiner Etablierung Ende der 1970er- Jahre nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt hat. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind gleichermaßen dem Charme dem kompakten „Powerpaket“ erlegen. Man sieht sie immer häufiger, Erwachsene auf BMX-Rädern.

Bildnachweise:
Bild 1: Jungendiche auf den BMX-Fahrrädern. Bild von photosforyou auf Pixabay
Bild 2: BMX Sprung. Bild von Martina Janochová auf Pixabay
Bild 3: Wallride BMX. Foto von cottonbro studio: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-person-springen-fahrrad-5464910/
Bild 4: BMX Radgeometire. Foto von cottonbro studio: https://www.pexels.com/de-de/foto/beine-fahrrader-skatepark-reiten-5445017/
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