Die gute alte Saxonette von Hercules – ein Kult-Mofa der 80er

Die Saxonette von Hercules – das Fahrrad-Mofa für zugehörige des 80er Jahre Kults, ist ein allseits beliebtes Fortbewegungsmittel, das auch heute noch eine große Popularität genießen darf. Das Mofa blickt auf eine traditionsreiche, wenn auch nicht immer einfache Geschichte zurück und ist purer Kult unter den Fahrrad/Mofa Liebhabern.

Die Geschichte der beliebten Mofa-Reihe

Den Beginn der Biografie der beliebten Saxonette legte das Familienunternehmen Fichtel und Sachs mit der Produktion der ersten Reihe der populären Mofas, die zwischen 1938 und 1940 produziert wurden. Saxonette ist ursprünglich eine Bezeichnung für den Zweitakt-Einbaumotor der angetriebenen Fahrräder.

Die erste Saxonette wurde mit einem Nasenkolben-Zweitaktmotor entwickelt, der 1937 auf der Automobilausstellung ausgestellt war, und von vielen Herstellern wie Anker, Bismarck, Gold-Rad und etc. produziert wurde. Er hatte einen Hubraum von 60 cm³, eine Leistung von 1,2 PS und schaffte 3500 UpM (Umdrehungen pro Minute). Die Geschwindigkeit betrug 30 km/h was für diese Zeit eine erstaunliche Leistung war.

Unter dem Label Hercules wurde die zweite Baureihe der Saxonette 1987 in Deutschland gestartet und auf den Markt gebracht. Das Gewicht des Leichtmofas betrug je nach Ausführung und Rahmenhöhe 24 bis 27kg und konnte deswegen auch noch gut mit 2 Pedalen fortbewegt werden. Der dafür verwendete Motor der Saxonette war der Sachs-301-Einbaumotor, welcher auch in den Niederlanden und in Großbritannien für verschiedene Typen verwendet wurde.

Ausstattung und Technik

Das Fahrrad brachte eine Leistung von 0,7 PS bei 3750 UpM mit sich und die Höchstgeschwindigkeit betrug dabei 23 km/h. Das zulässige Gesamtgewicht betrug dabei 130 kg, weshalb man damit auch diverse Dinge transportieren konnte, deshalb war dieses Fahrrad auch sehr alltagstauglich.

Die Firma Hercules verwendete einen Ein-Zylinder Motor mit einem 1-Gang-Getriebe, der durch die erzeugte Fahrtluft gekühlt wurde. Als Kraftstoff brauchte der Motor allerdings eine Zwei-Takt-Mischung. Der Start verlief entweder elektronisch oder man bediente den manuellen Seilzug.

Der Tank umfasste ein Volumen von ca. 2 Litern Kraftstoff, somit blieb das Mofa einigermaßen leicht. Der Hubraum der Saxonette betrug 30ccm und das Verdichtungsverhältnis lag bei 7,5 zu 1. Die Zweitaktmischung lag bei einem Verhältnis von 1:100 Öl-Kraftstoff. Auch die Sitzhöhe war damals schon einstellbar.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Grundsätzlich sollte man sich erkundigen welcher Motor bei dem gewünschten Mofa verbaut ist, denn der deutsche Motor ist robuster und weniger anfällig als seine niederländischen oder britischen Konkurrenten. Besonders beim Befahren von bergigem Gelände ist der inländische Motor empfehlenswerter.

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Prinzipiell ist beim Kauf einer gebrauchten Saxonette eine Inspektion des Motors von Fachleuten sowieso empfehlenswert, da dort Mängel festgestellt werden, die man mit bloßem Auge nicht oder kaum erkennen kann. Vor allem wegen der Kupplung und den Simmeringen.

Besonders wichtig beim Erwerb ist auch die Kontrolle der Papiere, ob sie vorhanden sind, ob sie lesbar sind und ob die Papiere mit der Rahmennummer übereinstimmen.

Das Fahrgestell sollte weder Deformierungen noch Risse aufweisen. Auch das Alugussrad hinten sollte keine Beschädigungen verzeichnen.

Ein kleiner, aber wesentlicher Zusatz ist ein Benzinhahn, egal ob original oder nachgerüstet, denn der Vergaser läuft gerne mal über und da ist es natürlich sehr von Vorteil, wenn man den Hahn zudrehen kann.

Alles in allem ist die Saxonette von Hercules ein alltagstaugliches Leichtmofa, dass sowohl Fans der 80er Jahre als auch Fahrradbesitzer mit keinen besonderen Vorlieben zufriedenstellen wird.

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